Energieversorgung und ausgewogenes Miteinander Essenbach/Unterahrain. Gut besucht waren die Wahlveranstaltungen der SPD in Essenbach und Unterahrain. Die Bürgermeisterkandidatin Filiz Cetin präsentierte schwungvoll sich und ihre Ziele. Als Mutter eines zehnjährigen Sohns legte sie natürlich einen Fokus auf die Jugendarbeit in der Gemeinde, die nicht nur allein von den Vereinen geleistet werden könne. „Diese Gemeinde braucht einen Jugendbeauftragten, der aufzeigt, welche Angebote derzeit für unsere Jugend angeboten werden und wo noch Bedarf besteht“, so Cetin. Angesichts des demografischen Wandels ist aber auch ein Seniorenbeauftragter erforderlich, der sich um die Belange der älter werdenden Bevölkerung kümmert. Auch die Sicherung der Energieversorgung in der Marktgemeinde steht auf der Agenda der 37-jährigen Fachwirtin im Sozial- und Gesundheitswesen. Hier kann sie auf die Kompetenz von Martin Hujber zurückgreifen, der nicht nur ein Energiespezialist mit Leib und Seele, sondern auch Vorstandsvorsitzender der Bürgerenergie Essenbach ist. Einen weiteren Schwerpunkt sieht Cetin zudem im Interessenausgleich zwischen den Ortsteilen. Erhard Fleischmann, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Essenbach-Altheim-Mirskofen, betonte als Landwirtssohn, dass zu seinen Zielen neben einer langfristig, vorausschauenden Anpassung des Flächennutzungsplans auch ein ausgewogenes Miteinander von Landwirtschaft und Naherholungsraum notwendig sei. Letzteres wurde besonders in Unterahrain mit den Bürgerinnen und Bürgern diskutiert, für die die immer größer werdenden Schweinemastställe zunehmend zu einer Belastung werden. Zwar liege die Entscheidung in diesem Bereich beim Landratsamt, das auch gegen ein ablehnendes Votum des Gemeinderats seine Genehmigung erteilen könne, erläuterte Cetin. „Wir müssen aber den Dialog mit beiden Parteien suchen und eine für alle akzeptable Lösung finden. Eine Interessensbefriedung zwischen Landwirtschaft und Bürgern ist unabdingbar.“ Viel Beifall erntete Xaver Bummer bei seiner Vorstellung von seinen Mitbürgern aus Unterahrain. „Es ist Zeit für eine Veränderung“, warb er für die kompetenten Kandidatinnen und Kandidaten aus allen Altersschichten und Berufsgruppen, aber natürlich auch dafür, eine Frau an die Spitze der Marktgemeinde zu wählen.