Vor kurzem hatte eine Besuchergruppe aus dem Landkreis Landshut die Möglichkeit, den Arbeitsalltag einer Abgeordneten im Bayerischen Landtag hautnah kennenzulernen. Eine bunt gemischte Gruppe von Pflegekräften, Betreuungskräften der Frauenhäuser, Vertreter der evangelischen Kirche und weitere interessierte Bürgerinnen und Bürger war er Einladung ihrer Abgeordneten nach München gefolgt.
Vor 123 Jahren wurde das St.-Jodok-Stift als privates katholisches Altenheim durch den Landshuter Mesner Josef Filsermayer in der Landshuter Freyung gegründet. Die Idee, älteren Menschen einen umsorgten Lebensabend zu ermöglichen, ist zu einer Erfolgsgeschichte geworden und das Seniorenheim wurde mehrmals erweitert, sodass es heute für 196 Bewohner Platz bietet.
Die Landtagsabgeordnete Ruth Müller, die im Ausschuss Gesundheit und Pflege des Bayerischen Landtags tätig ist, besuchte eines der ältesten Seniorenheime Landshuts. Heimleiter Stephan Bitzinger und Pflegedienstleiterin Roswitha Nitzl nutzten die Gelegenheit, der Politikerin aktuelle Informationen aus der Pflege mit auf den Weg zu geben: „Wir sind froh, dass uns durch das Pflegestärkungsgesetz III bei den Pflegesatzverhandlungen endlich unsere Tariflöhne refinanziert werden“, so Heimleiter Bitzinger. Die 160 Mitarbeiter werden alle schon seit Jahren nach Tarif bezahlt, das sei Teil der Unternehmensphilosophie, den Menschen ein anständiges Gehalt zu zahlen.
SPD/PLW-Fraktion unterwegs in Altdorf-Süd mit der Landtagsabgeordneten Ruth Müller
Auch in der Marktgemeinde Altdorf herrscht eine große Nachfrage nach preisgünstigen Mietwohnungen. Vor diesem Hintergrund informierte sich die SPD/PLW-Fraktion mit ihrer Vorsitzenden Sabine Wimmer in Altdorf-Süd über die Entwicklung des Sozialwohnungs-Bestands, wobei sich dazu auch die SPD-Landtagsabgeordnete Ruth Müller, die stellvertretende Landrätin Christel Engelhard, 2.Bürgermeister Georg Wild und die ehemalige GBW-Angestellte Brigitte Kollmannsberger eingefunden haben.
Laut der Abgeordneten Ruth Müller hatte die GBW in der Region Landshut im Jahre 2013 rund 1200 Wohnungen, davon etwa 250 Sozialwohnungen in Altdorf-Süd. Mit dem bayernweiten Verkauf der etwa 32000 GBW-Wohnungen wurde die damals in einer finanziellen Schieflage befindliche Landesbank saniert. „Das geschah mit Zustimmung des heutigen Bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder“, erklärte die SPD-Abgeordnete. Durch diese Privatisierung wird der Sozialwohnungsmarkt weiter ausgedünnt. Dagegen hat die SPD, so Ruth Müller, stets gefordert, diese Sozialwohnungen in öffentlicher Hand zu behalten.
„Wir sind die Heldinnen unserer Zukunft
Ein paar Männer haben sich an diesem Abend auch hierher gewagt, hauptsächlich sind es aber Frauen, die der Einladung von Doris Rauscher gefolgt sind und sich zum Frauenempfang in Dorfen eingefunden haben. „Gesell-schaftliche Veränderungen brauchen manchmal ein bisschen mehr Zeit, vor allem aber starke und mutige Frauen und Männer, die nicht locker lassen“, begrüßte die Ebersberger SPD-Abgeordnete Doris Rauscher ihre Gäste. Das passt auch zum Anlass des Abends: die Geburtsstunde des Frauenwahl-rechts vor genau 100 Jahren. Ein hart umstrittenes und lange erkämpftes Recht, das einen Meilenstein auf dem langen Weg zur Gleichberechtigung von Männern und Frauen darstellt.