SPD-Fraktionen aus Pfeffenhausen, Rottenburg und Hohenthann spenden an die Rottenburger Tafel
Seit dem Jahr 2012 ist der Termin vor Weihnachten fest im Kalender der SPD-Gemeinderäte aus Rottenburg, Pfeffenhausen und Hohenthann fest für die Rottenburger Tafel reserviert: Denn die beiden Stadträte Franz Gumplinger und Angelika Wimmer aus Rottenburg spenden zusammen mit den Pfeffenhausener Gemeinderäten Thomas Niederreiter und Ruth Müller und der Hohenthanner SPD-Gemeinderätin Christine Erbinger einen Teil ihres Sitzungsgeldes für die Tafel und konnten an die Leiterin Gerti Weinzierl 500 Euro überreichen.
Agrarpolitische Sprecherin Ruth Müller fordert Abgabepflicht und steuerliche Begünstigung von Spenden an gemeinnützige Organisationen
Die bayerischen Tafeln nehmen jährlich 33.000 Tonnen Lebensmittelspenden entgegen. Im Verhältnis zu allen Lebensmittelverlusten pro Jahr in Bayern (1,3 Millionen Tonnen) entspricht das einem Anteil von 2,4 Prozent. Das geht aus einer aktuellen Anfrage der agrarpolitischen Sprecherin Ruth Müller hervor (siehe auch hier). "In Bayern werden einfach zu viele genießbare Lebensmittel vom Einzelhandel weggeworfen, längst nicht alle unverkäuflichen Lebensmittel kommen den Tafeln zugute. Der Tisch bei den Tafeln könnte also viel reicher gedeckt sein. Ich finde das beschämend, wir brauchen hier dringend eine Kurskorrektur", erklärt die Abgeordnete aus Landshut.
Kürzlich besuchten FDP-Bundestagsabgeordnete Nicole Bauer und SPD-Landtagsabgeordnete Ruth Müller die langjährige Altfraunhofer Bürgermeisterin Katharina Rottenwallner. Sie kann auf 42 Jahre Arbeit im Rathaus zurückblicken - jedoch nicht nur als Bürgermeisterin, sondern zuvor auch als Geschäftsstellenleiterin bzw. Standesbeamtin der Verwaltungsgemeinschaft Altfraunhofen. Heute gilt Rottenwallner bei nur acht Bürgermeisterinnen im Landkreis als Pionierin - aber davon will sie nichts wissen: "Ich wurde einfach nie behindert.", meinte sie kurzerhand. Bauer und Müller, die frauenpolitischen Sprecherinnen ihrer Fraktionen, zeigten sich trotzdem begeistert. Die beiden engagieren sich auch in dem überparteilichen Bündnis "Frauen in die Kommunalpolitik", damit Vorreiterinnen wie Rottenwallner keine Seltenheit bleiben.