SPD Adlkofen

Über die Landwirtschaft in Georgia und Florida informiert

Veröffentlicht am 31.12.2014 in Landwirtschaft & Forsten

beim letzten Termin unserer Reise - auf dem Dach des Landwirtschaftsministeriums in Atlanta

MdL Ruth Müller über ihre Eindrücke mit der Reise des Landwirtschaftsausschusses

Wer an Florida und Georgia im Süden der USA denkt, denkt bestimmt nicht in erster Linie an Landwirtschaft, sondern wohl eher an Sonnenschein und Strand. Die Mitglieder des Ausschusses für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten des Bayerischen Landtags hatten sich aber in der Informationswoche vor den Weihnachtsferien auf den Weg gemacht, um sich über die Landwirtschaft in diesen beiden Bundesstaaten zu informieren. Zudem ist Georgia Partnerregion Bayerns und hat beispielsweise durch das BMW-Werk in Spartanburg und den Sitz der AGCO-Zentrale nahe Atlanta auch technisch-industrielle Beziehungen, die weithin bekannt sind.

 

Old-fashioned Rinderfarm mit Cowboy

Dicht gedrängt waren die Besichtigungen und Gesprächstermine in den beiden Bundesstaaten und boten so den Abgeordneten einen guten Einblick in die Denk- und Lebensweise der Amerikaner. Stilecht mit Jeans und Cowboyhut begrüßte Henry Kempfer, der mit seinem Zwillingsbruder George in der sechsten Generation eine Rinderfarm in der Nähe von Orlando betreibt, die bayerischen Gäste. Strohballen waren auf einem landwirtschaftlichen Anhänger aufgerichtet und auf diesen sitzend, konnte die Rundfahrt über das 10.000 Hektar große Gelände beginnen.

Dort werden Brahman-Rinder – eine Zebu-Art – und Angus sowie Kreuzungen aus beiden Rassen auf der Weide gehalten. Mit rund 2.000 Rindern ist die Kempfer-Ranch deutlich kleiner als die seines Nachbarbetriebs: „Cattle and Citrus“ hat eine Fläche von rund 100.000 Hektar, dort werden rund 44.000 Rinder gehalten und zwar „old-fashioned“ – noch immer mit den Pferden, wie der Präsident der Rinderzüchter betonte. In Florida werden für den gesamten mittleren Westen Jungrinder gezüchtet und die Landwirtschaft macht in manchen Jahren mehr Umsatz als der Tourismus in Florida, erfuhren die bayerischen Abgeordneten.

Probleme bereiten die sandigen Böden, die wachsende Trockenheit und der Anbau für die Ethanol-Gewinnung. Dadurch gingen für die Rinderzucht Flächen verloren. Zudem reißen auch immer wieder die in Florida heimischen Alligatoren die jungen Rinder und die Hirtenhunde. Weitere Standbeine der Farm sind die Holzproduktion, die Fischerei und Jagd. Während des Jahres bewirtschaften rund sieben Personen die Farm, nur in den Sommermonaten arbeiten auch die Kinder und die Frauen – beide Zwillinge sind mit Lehrerinnen verheiratet – auf der Farm mit. Die Kinder bekommen im übrigen auch von klein auf Verantwortung für die Tiere: Jedes Kind hat seine Herde und ein eigenes Brandzeichen. Das Leben fernab vom Trubel in Orlando und an den Ferienstränden ist für die Kempfers seit Generationen Alltag: „Our way of life ist standing up in the morning an work“, brachte es der Cowboy auf den Punkt.

 

Technik aus Neutraubling in Florida

Bei „Florida´s Natural“, dem drittgrößten Abfüller in USA nach Coca-Cola und Pepsi-Cola fand ein Gespräch mit dem 41jährigen Landwirtschaftsminister Adam Putnam (Republikaner) statt. Rund 1.000 Farmbetriebe bewirtschaften 25.000 Hektar mit Orangen- und Grapefruit-Plantagen, die dort zu Saft verarbeitet werden. In den 16 Tanks wird jeweils 1 Million Gallonen Saft gelagert und dann abgefüllt – im übrigen mit „Krones-Technik“ aus Neutraubling, wie beim Rundgang zu sehen war. Gearbeitet wird in zwei 12-Stunden-Schichten, jeweils von sechs bis sechs. Ein neuer Arbeiter erhält zwei Wochen Urlaub im Jahr, von den rund 800 Mitarbeitern ist kein einziger gewerkschaftlich organisiert.

 

 

Diskussion mit Floridas Landwirtschaftsminister Adam Putnam

„Mit Zitrusfrüchten machen wir in Florida rund 9 Milliarden Dollar Umsatz“, berichtete der Landwirtschaftsminister Putnam. Über 300 verschiedene landwirtschaftliche Produkte werden in Florida angebaut. „Wir sind die Wintersalatschüssel der Nation“, verkündete er selbstbewußt. 90 Prozent der Farmen sind in Familienbesitz, wobei mittlerweile auch viele Latinos in der Landwirtschaft tätig sind. Seine politischen Schwerpunkte sehe er in der Lebensmittelsicherheit, im Verbraucherschutz, in der Erschließung neuer Absatzmärkte und in der gesunden Ernährung. Er habe dafür gesorgt, dass der Bereich „Ernährung“ künftig im Landwirtschaftsministerium und nicht mehr im Bildungsministerium angesiedelt sei. Mit dem Landwirtschaftsminister entspann sich eine Diskussion zum geplanten Freihandelsabkommen TTIP. Dass die Agrogentechnik in Deutschland kritisch gesehen wird und eine Diskussion um die Angleichung der Standards geführt wird, konnte der junge Landwirtschaftsminister nicht nachvollziehen. Er versicherte, dass es auf nationaler und lokaler Ebene hohe Standards gebe und er angesichts der Herausforderung, dass bis zum Jahr 2050 neun Milliarden Menschen ernährt werden müssen, neuen Techniken gegenüber aufgeschlossen sei. „Die landwirtschaftlichen Flächen werden weniger, es gibt weniger Farmer und die Konkurrenz aus Brasilien wächst“, so Putnam. Aus seiner Sicht sei die Wissenschaft für die Sicherung der Standards verantwortlich und nicht der Verbraucher. Derzeit liege der Schwerpunkt bei den Verhandlungen auf dem transpazifischen Handelsabkommen, dann wolle man aber beim transatlantischen Handelsabkommen vorankommen, erläuterte Putnam die weitere Vorgehensweise. Auch in Amerika werden zu viele Lebensmittel weggeworfen – bis zu 50 Prozent, nannte der Landwirtschaftsminister auch eine erschreckend hohe Zahl. Mittlerweile gebe es „Food-Banks“, die von Charity-Organisationen geleitet werden und Bedürftigen diese Lebensmittel weiterleiten.

mit dem Landwirtschaftsminister Adam Putnam (Mitte)

 

Hormongaben sind bei der Rinderzucht selbstverständlich

 

Mit dem Tierwissenschaftler Professor Todd Thrift von der University of Florida entspann sich eine lebhafte Diskussion über die Tiermast in den Vereinigten Staaten. Alleine in Florida gebe es eine Million Mutterkühe, 35 Millionen in den USA. Die durchschnittliche Größe einer Herde betrage 40 Kühe, da es auch sehr viele Nebenerwerbslandwirte gebe. Die größten Tiermastbetriebe haben bis zu 500.000 Tiere. Die Aufzucht und Mast erfolgt in verschiedenen Bundesstaaten Amerikas, wie beispielsweise in Kansas, Texas oder Illionois. „Ein Tier hat bis zu fünf Eigentümer, bis das Fleisch wieder in Florida ankommt“, erläuterte Thrift anschaulich die Transportwege. Der Beef-Konsum ist in den vergangenen Jahren stetig zurückgegangen, während es bei Geflügel gegeläufig sei. Derzeit werden ca. 75 lbs (1 lbs = 0,453 kg) Geflügel verzehrt und nur noch 55 lbs Beef. 95 Prozent der Tiere werden mit Hormonen behandelt, erläuterte Thrift und hatte auch gleich eine Impfpistole parat, aus der er die „drei kleinen Kügelchen“ – wie er es nannte, auf den Tisch klackern ließ. Nach der Entwöhnung und in der Mast erfolgen die Hormongaben. Die Kosten dafür betragen rund 1 Dollar, bewirken rund 25 lbs an Gewichtszunahme und bringen damit am Ende der Tiermast rund 45 Dollar Gewinn, rechnete Thrift vor. „Die Östrogene, die hier gegeben werden, sind auch in Milch, Eiern oder Erbsen enthalten“, deshalb verstünden die Amerikaner auch die „emotionale Debatte“, wie sie in Deutschland hierzu geführt werde, nicht.

 

Klima- und Umweltschutz aus einer anderen Sichtweise

 

Unter der Überschrift „Sicherheitspolitik im Zeichen von Klima- und Umweltschutz“ fand ein gemeinsames Abendessen mit Mitgliedern eines amerikanischen „Think-Tanks“ statt. US-General Claudia Kennedy war die Rednerin des Abends und sie erläuterte, dass dieser Think-Tank, der überparteilich organisiert sei, das Ziel habe, einen anderen Blick auf die aktuelle Sicherheitspolitik zu werfen. Die Urbanisierung, die Agrar- und Ernährungspolitik, die Wasserversorgung und der Klimawandel seien Herausforderungen, denen man begegnen müsse. Das amerikanische Militär beobachte weltweit diese Veränderungen, um stets vorbereitet zu sein. Wer angesichts der Überschrift des Abends erwartet hatte, dass Denkanstöße oder Maßnahmen zum Umwelt- und Klimaschutz angesprochen werden, wurde enttäuscht. „Das sei zwar auch eine wichtige Frage, aber nicht die Aufgabe des Militärs“, erfuhr Ruth Müller auf ihre Nachfrage hierzu. In der Diskussion mit den anwesenden Anwälten wurden auch die Grundlagen des amerikanischen Rechtssystems erläutert. Honorarkonsulin Norma Henning verwies darauf, dass es in den USA kein Grundgesetz gebe. Deshalb seien die Verträge in Amerika auch entsprechend umfangreich, da alles schriftlich geregelt werden müsse. Es gebe auch kein Pendent zum deutschen BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) und beim Kauf von Immobilien sei der Kaufvertrag gültig, wenn die Kaufurkunde überreicht sei. „Verträge werden gegen den interpretiert, der den Vertrag aufgesetzt habe“, informierte die Honorarkonsulin, die in Naples lebt und auf Einwanderungs- und internationales Gesellschaftsrecht spezialisiert ist. Angesichts des ungewissen Ausgangs eines Prozesses, der meist auch sehr langwierig ist, werden Schiedsgerichte bevorzugt, um unwägbare Urteile zu vermeiden. Auch die Rolle der amerikanischen Rechtsanwälte sei eine andere, machte Henning den Unterschied deutlich: Der Schwerpunkt liege auf der Prozessvorbeugung.

 

„Gechillte“ Hähnchen sind sicher und preiswert

In Georgia war die Reisegruppe in Atlanta stationiert und besuchte dort unter anderem die „Georgia-Tech-University“. Die TU München und die LMU München sind Partner-Universitäten und derzeit sind neun bayerische Studenten im Austausch in Atlanta zum Studium. Ein Schwerpunkt der Universität liegt in der Lebensmittelsicherheitspolitik, informierte Dr. Kaye Husbands-Fealing. Jährlich gibt es 3.000 Todesfälle und 48 Millionen Fälle von Lebensmittelerkrankungen in den USA, die 2010 Kosten in Höhe von 14,1 Milliarden Dollar verursacht hätten. Deshalb gelte es, die Prozesskette zu stabilisieren, von der Produktion zur Verarbeitung, Transport bis hin zum Konsum. 900 Professoren sind an der Georgia-Tech-University beschäftigt und 21.500 junge Menschen studieren dort. Der Bundesstaat Georgia ist führend bei der Geflügelproduktion in den USA und deshalb werde hier auch viel Geflügelforschung betrieben. Derzeit entwickle man Roboter zum Zerlegen, Zerbeinen und Verpacken der Hähnchenteile. „Wir müssen garantieren, dass die Zahl der Salmonellen-Erkrankungen stabil niedrig bleibt“, erläuterte Professor Scott M. Russel. Im Vergleich zur Hähnchen-Produktion in Europa habe man deutlich bessere Werte. Diese würden durch das zweimalige „Chillen“ (Chloren) gewährleistet und sei in der Effizienz nicht zu übertreffen. Zudem könne man so gewährleisten, dass auch die vielen unerfahrenen Kräfte in den Fast-Food-Restaurants mit Geflügelfleisch arbeiten können, ohne dass sich Salmonellen-Erkrankungen ausbreiten. „Auch in Amerika wird der Einsatz von Chlor zum Reinigen zum Teil kritisch gesehen“, räumte Professor Russel ein. „Parasydensäure sei ein Ersatz, aber bei weitem nicht so schnell und effizient wie Chlor“. Der Preis, zu dem Hähnchenfleisch in den USA erzeugt werde, spreche doch auch eine deutliche Sprache, meinte der Wissenschaftler: In den USA könne Hähnchen-Brust für 1,98 Dollar / lbs verkauft werden, während der Preis dafür in Frankreich bei 5,34 Dollar / lbs und in Deutschland bei 4,16 Dollar / lbs liege. Und die Zahl der Salmonellen-Erkrankungen sei von 20 Prozent auf fünf Prozent reduziert worden.

Handelsbeziehungen zwischen Bayern und Georgia

Bei einem Besuch bei der Firma AGCO-Fendt fand eine Diskussion mit Vertretern des Konsulats, der Außenhandelskammer und Martin Richenhagen, President der AGCO-Fendt statt. Fünf Marken vereinen sich unter dem Firmenlogo AGCO: Challenger, Fendt, GSI, Massey-Fergusson und Valtra. Innerhalb der letzten zehn Jahre habe man eine Wachstumsentwicklung von 3,5 Milliarden Dollar auf 10,8 Milliarden Dollar erreichen können. Der Kabinenbau für die Traktoren soll künftig in Bayern stattfinden und auch deshalb befürworte Richenhagen das Freihandelsabkommen. Durch gleiche Standards können Vereinfachungen der Handelsbeziehungen erfolgen. „Ein Traktor, der in Deutschland vom TÜV zugelassen ist, sollte künftig auch in den USA zugelassen sein“, so Richenhagen. Bei der Autoindustrie werden derzeit die Crash-Tests noch doppelt durchgeführt – einmal mit deutschen Dummies und dann noch einmal mit amerikanischen Dummies. Der Abbau der Zölle durch das TTIP sei wichtig, machte auch Generalkonsul Sander deutlich.

Pellets aus Georgias Wäldern für Europa

Um die Parallelen zur bayerischen Forst- und Waldwirtschaft ging es beim Besuch der Georgia Forestry Comission in Atlanta. Die Forstwirtschaft ist die zweitgrößte Industrie in Georgia, erfuhren die bayerischen Abgeordneten. Jährlich werde ein Umsatz von rund 29 Milliarden Dollar gemacht und rund 55.000 Beschäftigte arbeiten in der Forstwirtschaft. Zwei Drittel des Landes sind mit Pinien bewachsen. Zu ihrer Überraschung erfuhren die Abgeordneten des Landwirtschaftsausschusses, dass auch der „Asian Longhorn Beetle“ – der asiatische Laubholzbockkäfer in Amerika auf dem Vormarsch ist. Georgia ist derzeit noch nicht betroffen, aber in New York und in New Jersey sei er bereits aufgetaucht und durch die Nähe zum Hafen von Savannah sei es wohl nur eine Frage der Zeit, bis die ersten Fälle auch in Georgia zu vermelden sind. Wie in Bayern werde er derzeit nur mit „Fällen und Abbrennen“ bekämpft, doch man sei alarmiert und kontrolliere die Containerschiffe sehr gründlich. Die schnell wachsenden Pinienwälder werden zu Pellets verarbeitet und jährlich werden rund 1,5 Millionen Tonnen Pellets nach Europa verschifft, das sind 100 Prozent der erzeugten Pellets. Bis zum Jahr 2020 soll eine Steigerung auf 6 Millionen Tonnen erfolgen. Im übrigen ist der RWE-Konzern ein großer Anteilseigner der Wälder in Georgia.

 

Pfirsich-Plantagen soweit das Auge reicht

In Atlanta findet sich in vielen Straßen-, Orts- und Hotelnamen das Wort „Peach“ wieder und das liegt in den vielen Pfirsich-Plantagen rund um Atlanta begründet. So lag es auch nahe, dass der Landwirtschafts-Ausschuss eine dieser Plantagen besichtigte. Die „Dickey-Peach-Plantation“ ist seit Ende des 19. Jahrhunderts ein Familienbetrieb. Der Abgeordnete des Georgia State Parlament, Robert Dickey erläuterte die Pfirsich-Ernte, die in der Hauptsaison mit rund 125 Saisonarbeitern bewältigt wird, die den gesetzlichen Mindestlohn von 10 Dollar / Stunde erhalten. Rund 100.000 Pfirsich-Bäume sind auf seiner Plantage, die – wie im Filmklassiker „Vom Winde verweht“ rote Erde hat. Zehn Millionen Pfund Pfirsiche werden auf seinem 150 Jahre alten Betrieb im Jahr geerntet, verpackt und weiterverarbeitet im Hofladen verkauft.

Regionale Landwirtschaft fördern

Den Abschluss der sechstägigen Informationsreise bildete ein Gespräch mit dem Landwirtschaftsminister von Georgia, Gary W. Black (Republikaner). Mit 262 frostfreien Tagen sei das Klima hervorragend für die Landwirtschaft geeignet und noch immer sei die Baumwollproduktion die zweitwichtigste Säule der Landwirtschaft. „Leider haben die Bürger keine Ahnung mehr von der Landwirtschaft“, stellte Black die aktuelle Situation dar. Deshalb habe man die Marke „Georgia grown“ entwickelt, um die regionale Vermarktung zu bewerben.

Fazit

„Mit dieser Reise und den vielen Gesprächspartnern haben wir einen interessanten Einblick in die Landwirtschaft, in die Produktion und Forschung in den USA bekommen“, so Ruth Müller, die seit einem Jahr im Ausschuss „Landwirtschaft, Ernährung und Forsten“ tätig ist. Bemerkenswert war auch die Offenheit, mit der uns beispielsweise die Haltung der amerikanischen Wissenschaftler, Politiker und Geschäftsleute zu TTIP, Umwelt- und Klimaschutz vermittelt wurde, wenngleich ich diese nicht teilen kann.“ Bei den weiteren Verhandlungen zu TTIP müssen wir wirklich darauf achten, dass an unseren sozialen und ökologischen Standards nicht gerüttelt wird. „Lediglich eine Kennzeichnung von Hormonfleisch oder gechlortem Hähnchen kann nicht die Lösung sein, denn die Diskussionen hätten deutlich gemacht, dass der Preis eine wichtige Rolle spiele. Diese Lebensmittel dürfen erst gar nicht über den großen Teich zu uns kommen“, so Müller. Dass die Wirtschaft ein Interesse daran habe, technische Standards wie beispielsweise in der Automobilindustrie zu vereinheitlichen, sei nachvollziehbar und verständlich. Doch gerade im Bereich der Landwirtschaft habe diese Reise gezeigt, wohin die Reise für unsere bäuerlichen Betriebe in Bayern nicht hingehen solle, wenn uns die Qualität unserer Nahrungsmittel und der Erhalt unserer Kulturlandschaft am Herzen liegen“.

 

 

 

Homepage Ruth Müller