
Tourismus Besucher aus Berlin gibt es in der Klosterschenke Weltenburg immer wieder. Doch Rita Hagl-Kehl kam nicht als Touristin.
Kelheim-Weltenburg “Es brennt uns schon unter den Nägeln”, betonte die Schifffahrtsunternehmerin Renate Schweiger am Montag in der Klosterschenke Weltenburg. Dort war der Auftakt der Sommertour “Tourismus im Ausnahmezustand” von SPD-Bundes- und Landespolitikern. Busgruppen und Gäste von Kreuzfahrtschiffen fehlen in der Region.
Eines steht bereits jetzt fest: Die Umsatzzahlen des Vorjahres werden sowohl von den Betrieben der Kelheimer Ausflugsschifffahrt als auch von der weltbekannten Klosterschenke Weltenburg Corona bedingt nicht erreicht. Die parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, Rita Hagl-Kehl, und die Landtagsabgeordneten Ruth Müller (Landshut) und Christian Flisek (Passau) sind zu Wochenbeginn zu einer dreitägigen politischen Sommerreise durch Niederbayern mit dem Schwerpunkt Tourismus gestartet.
Die Politiker möchten jenseits von Videokonferenzen erfahren, wo der Schuh drückt. Wie Hagl-Kehl sagte, sei in der Pandemiezeit oberstes Ziel, Menschenleben zu retten. Für die Politik sei es eine große Herausforderung, welche Lockerungen zugelassen werden. Hinsichtlich der Corona bedingten Regelungen sagte Rolf Holthausen, Geschäftsführer der Klosterschenke, dass die Mehrheit der Gäste froh sei, in Deutschland zu leben. Bezogen auf “seinen” Betrieb berichtete er, dass bezüglich der Hygiene-Regelung “ein sehr strenges System” aufgebaut worden sei. Dazu gehörten beispielsweise eingepacktes Besteck und Einmal-Speisekarten. Denn, wie er sagte, müsste auch das Kloster geschützt werden.
Nur die Hälfte der Sitzplätze
Von den normalerweise 1270 Plätzen könnten aufgrund der Abstandsvorschriften lediglich 675 Plätze belegt werden. Die reduzierten Plätze seien öfter belegt; jeder Gast werde online registriert. Da ein Teil der Bänke und Tische im Biergarten fest verankert seien, könnten diese auch nicht verrückt werden. Es hätten daher Tische und Bänke abgesperrt werden müssen. “Wir versuchen, das zu nutzen, was zu nutzen ist.” Holthausen berichtete auch, dass in der Klosterschenken-Küche die Beschäftigten mit Mund-Nasen-Schutz arbeiteten. Die momentane Mitarbeiterzahl gab er mit 105 Personen (früher 150 Personen) an, wovon ein Teil in Kurzarbeit sei.
Text: Elfi Bachmeier-Fausten