
Plattling. Vom 31. Januar bis zum 13. Februar 2019 haben die Bürgerinnen und Bürger es in der Hand, die Artenvielfalt in Bayern zu unterstützen. In diesem Zeitraum nämlich gilt es, zehn Prozent der Wähler zur Unterschrift des Volksbegehrens „Artenvielfalt – Rettet die Bienen“ zu bewegen. Um die Initiative bekannter zu machen, haben die Bezirkssprecher von ÖDP, SPD, Grüne, Bayernpartei und Freie Wähler ihre Positionen zum Volksbegehren, welches in der Summe über 150 Bündnispartner verfügt, auf einer Pressekonferenz dargelegt.
Mit dem Volksbegehren soll ein umfassender Schutz für die Insektenvielfalt Bayerns geschaffen werden. Einzelne Maßnahmen hierzu sind ein höherer Anteil an ökologischer Landwirtschaft, verpflichtende Gewässerrandstreifen und ein verringerter Einsatz von umweltschädigenden Pestiziden. Wichtig ist allen Bündnispartnern dabei, dass die Aktion sich nicht gegen die Landwirte richtet. Gerade landwirtschaftliche Familienbetriebe würden durch die Umsetzung der Forderungen des Volksbegehrens sogar unterstützt, da sie bei Einbußen der Umwelt zuliebe entschädigt werden sollen und der Konkurrenzdruck gegenüber Massenbetrieben abnähme. Als direkte Konsequenz hieraus würde ein positiver Ausgang des Volksbegehrens auch zum Erhalt des Landschaftsbildes beitragen.
Allerdings, so betonte Ruth Müller, sei nicht nur die Landwirtschaft gefordert, denn der Artenschutz sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. So könne jeder Einzelne zum Erhalt der Artenvielfalt beitragen, zum Beispiel indem man – konträr zu aktuellen Trends – im eigenen Garten ein vielfältiges Angebot an blühenden Pflanzen anbaue. Besonders die Bienen, welche durch ihre Bestäubungstätigkeit wesentlich zum Fortbestand der Vegetation beitragen, würden hiervon profitieren. „Das Ökosystem ist ein sensibles Konstrukt, das es zu schützen gilt. Jedes noch so unscheinbare Insekt hat innerhalb dieses Systems eine Aufgabe – fallen durch das Artensterben einige Glieder weg, hat das eine Kettenreaktion mit nicht absehbaren Auswirkungen zur Folge. Daher müssen wir alles tun, um unsere Natur und Umwelt auch für nachfolgende Generationen zu bewahren“, appelliert die imkereipolitische Sprecherin der BayernSPD-Landtagsfraktion für eine hohe Beteiligung am Volksbegehren.