SPD Adlkofen

SPD setzt auf Kon­ti­nui­tät in der Spit­ze

Veröffentlicht am 17.07.2017 in Wahlkreis

Text: Anna Mayr/ Vilsbiburger Zeitung vom 17.7.17

MdB Flo­ri­an Pro­nold spricht auf der Haupt­ver­samm­lung des SPD-Orts­ver­eins

Vilsbiburg: Der SPD-Ortsverband Vilsbiburg bleibt mit aktuell 82 Mitgliedern weiterhin der stärkste im Landkreis Landshut, da sich Ein- und Austritte im vergangenen Jahr die Waage hielten, erklärte Bergwinkl in ihrem Tätigkeitsbericht auf der Jahresversammlung des SPD-Ortsverbands in der Pizzeria Milano. Neben Neuwahlen sprach außerdem MdB Florian Pronold über soziale Gerechtigkeit.

Florian Pronold lobte zunächst die gute Arbeit des Ortsvereins als „treibende Kraft in der Kommune“, was Städtebau und Energiewende angehe. Er stellte das Thema soziale Gerechtigkeit – in den Bereichen Bildung, Kinderbetreuung, bezahlbarer Wohnraum, Steuern und Rente – sowie ein klares Bekenntnis zu Europa in den Vordergrund. Denn es sei wichtig, dass der, der sich anstrenge, auch etwas erreichen könne. „Abzuwarten, wo der Wind herkommt, und sich dann zu positionieren, das ist zur Zeit falsch. So macht es aber Angela Merkel mit ihrem Wahlprogramm“, so Pronold: „Es ist wichtig, dass die Leute erkennen, dass es nicht egal ist, welche Partei man wählt. Deshalb müssen wir mit Überzeugung und Haltung an die Sache herangehen, um einen Rechtsruck in Europa zu verhindern.“ Nach der Eröffnung der Ortsvorsitzenden und dem Bericht von Kassier Klaus Kerscher schritt man zügig zur Wahl der neuen Vorstandschaft. Theresa Bergwinkl wurde in ihrem Amt als Ortsvorsitzende bestätigt. In den weiteren Wahlgängen wurden auch die anderen Mitglieder der bisherigen Vorstandschaft wiedergewählt. Die stellvertretenden Ortsvorsitzenden sind Sabine Furtmayr-Sendöl und Manfred Billinger. Das Amt des Schriftführers wird von Hanns Martin bekleidet, Schriftführer bleibt weiterhin Klaus Kerscher. Die Beisitzer sind: Irene Janner, Julia Allertseder, Sibylle Entwistle, Armin Wagenbauer, Gerhard Kohler und Manfred Brandl. Als Revisoren fungieren weiterhin Jutta Sarcher und Julia Allertseder. Orga-Leiter sind erneut Johann Allertseder und Philipp Latein, der gleichzeitig das Amt des Juso-Vertreters innehat. Als Delegierte für die Unterbezirkskonferenz, die Kreiskonferenz sowie die Landtagswahlen wurden Theresa Bergwinkl, Johann Sarcher, Klaus Kerscher und Manfred Billinger die Mehrheit der Stimmen. Als Ersatz wurden Sabine Furtmayr-Sendöl, Sibylle Entwistle, Franz Saxstetter und Philipp Latein bestimmt. Anja König, Bundestagskandidatin des Wahlkreises Landshut/Kelheim, nutzte die kurze Pause, während der die Stimmzettel ausgezählt wurden, um sich selbst und ihre Ziele für die Bundestagswahl im September vorzustellen. Dabei betonte sie besonders, dass das Programm der SPD zeige, dass man weit in die Zukunft denke und es kein „Traumprogramm“ wie das der Bundeskanzlerin sei. Ihr selbst liege als Mutter und Großmutter die Entlastung der Familien, die durch einen Kinderbonus sowie die Anhebung des Spitzensteuersatzes auf 75 000 Euro realisiert werden solle, besonders am Herzen. Als Angestellte bei einer Krankenkasse gehöre darüber hinaus die Bürgerversicherung sowie die Wiederherstellung der Parität in der gesetzlichen Krankenversicherung zu ihren Kernthemen. „Unser Ziel muss es sein, dass wir für alle ein freies Leben in Deutschland ermöglichen, damit alle vom Aufschwung in unserem Land profitieren.“ Den Abschluss des offiziellen Teils bildeten die Ehrungen verdienter Mitglieder. Zunächst wurde Sibylle Entwistle mit der Überreichung des roten Buches der SPD offiziell als neues Mitglied aufgenommen. Lise Dybdahl-Müller erhielt die Ehrennadel für ihre 40-jährige SPD-Zugehörigkeit, Richard Polznacher wurde für 50 Jahre SPD ausgezeichnet. Darüber hinaus wurde Peter Barteit für seine 50-jährige Parteizugehörigkeit mit dem Ehrenbrief geehrt. Neben Florian Pronold dankte auch MdL Ruth Müller Barteit besonders für seine Verdienste und seine Liebe zu seiner Heimat. „Du hattest in 50 Jahren so viele Ämter inne, wie wir alle es wahrscheinlich in hundert Jahren nicht schaffen würden.“ Ebenfalls 50 Jahre bei der SPD ist Hanns Martin, der für sein langjähriges soziales und bürgerschaftliches Engagement auch mit der Helmut-Rothemund-Medaille ausgezeichnet wurde. Pronold hob die besonderen Leistungen des Geehrten hervor und dankte ihm für seine Zuverlässigkeit mit den Worten: „Ohne dich wäre die Gesellschaft ärmer und kälter!“ In einer kurzen Terminvorschau wies Theresa Bergwinkl auf das jährlich stattfindende Verkehrsgartenfest im August hin, dessen Erlös einem guten Zweck zugute kommt, und erwähnte auch, dass man das Jubiläum des 100-jährigen Bestehens des Ortsvereins im Oktober 2018 groß feiern wolle.

Homepage Ruth Müller