
Deggendorf. Auf Einladung der Bundestagsabgeordneten Rita Hagl-Kehl, kamen die Landtagsabgeordnete Ruth Müller und SPD-Politikerin Prof. Dr. Gesine Schwan, zugleich Präsidentin der Humbolt-Viadrina Governance Plattform gGmbH ist – einer Organisation, die sich für das Zusammenführen des Erfahrungswissens aus der Gesellschaft und den Erkenntnissen der Wissenschaft, stark macht - nach Deggendorf. Schwan ist außerdem Schirmherrin bei verschiedenen Organisationen, die sich für die Talentförderung von Kindern und Jugendlichen einsetzt, wie z.B. Rock Your Life!, Youth Bank oder die Stiftung Bildung. Gemeinsam besuchten die drei Politikerinnen das Technikhaus des gemeinnützigen Vereins „TfK – Technik für Kinder e.V.“ in Deggendorf.
Das TfK-Technikhaus befindet sich auf dem Gelände der Maschinenbaufirma Streicher. Der Verein wurde 2010 gegründet und wird von dem ehrenamtlichen Vorständen Dipl.-Ing. (FH) Heinz Iglhaut, Prof. Dr. Ing. Andreas Grzemba und Prof. Dr. rer. nat. Reinhard Höpfl geleitet. Der Verein wird von der Technischen Hochschule Deggendorf, sowie der Firma Streicher und weiteren Sponsoren mitunterstützt. Im TfK haben Kinder ab 8 Jahren die Möglichkeit, in verschiedenen Projekten spielerisch Kenntnisse im Umgang mit Technischen Geräten und Werkzeugen zu lernen und Bauwerke aus den Bereichen Elektronik, Metall und Holz entstehen zu lassen. „In den Schulen ist der praktische Technikunterricht über die letzten Jahre immer stärker vernachlässigt worden. Werkunterricht spielt im immer schneller werdenden Bildungsapparat kaum mehr eine Rolle. Wir vom Technikhaus für Kinder wollen hier einen Ausgleich schaffen und Kinder, deren Begabungen oder Interessen im technischen, handwerklichen Bereich liegen, die Möglichkeit geben, diese zu fördern und auszuprobieren“, so Dipl.-Ing. (FH) Iglhaut.
Um die Kinder und Jugendlichen besser zu erreichen, führte das TfK bereits Projekttage an über 200 Schulen in Niederbayern durch. „Der Anklang, den unsere Projekte bei den Kindern finden ist überragend. Im letzten Jahr haben zwischen fünf- und sechstausend Schülerinnen und Schüler an Projekten des Technikhauses teilgenommen und seit Vereinsgründung schon über 30.000“, meint Iglhaut weiterhin. Die Politikerinnen zeigten sich begeistert vom Konzept des Technikhauses: „Ein innovatives Projekt, das die Stärken und Interessen einzelner Schüler klar in den Vordergrund stellt. Projekte wie dieses ermöglichen den Kindern, zusätzlich zum normalen Schulunterricht, freiwillig und mit größerem Spielraum, die eigene Kreativität auszuleben. Ich hoffe, dass das Projekt Technikhäuser für Kinder als Vorreiter für mehr solcher Projekte in ganz Deutschland dient, damit Kinder und Jugendliche stärker nach ihren jeweiligen Interessen und Begabungen gefördert werden können.“, so Schwan. „Als Lehrerin und Mutter weiß ich, wie wichtig es ist, Kinder ihre Interessen und Begabungen ausleben zu lassen. Als Politikerin wiederum weiß ich um die Sorgen der handwerklichen Betriebe bezüglich Zukunftssicherung von Fachkräften und Handwerkern“, meint die örtliche Abgeordnete Hagl-Kehl. „Wenn wir den Kindern vermehrt Möglichkeiten geben, ihre Begabungen im Handwerk zu entdecken, entscheiden sich später vielleicht wieder mehr Menschen in Deutschland, einen Handwerksberuf zu erlernen“, ergänzt MdL Müller.
Im Anschluss an das Gespräch durften die Politikerinnen die technischen Bauwerke der Kinder unter die Lupe nehmen. Anschließend bedankten sie sich bei Herrn Iglhaut für das interessante Gespräch. Interessierte (Kinder, Eltern und Spornsoren) erreichen das Technikhaus für Kinder unter der Telefonnummer: 0991 2615290