
Ökologische Informationsfahrt von Cham nach Roding
Eine politische Informationsfahrt durch zwei Regierungsbezirke – ist das mit einem Elektrofahrzeug überhaupt möglich? Dieser Frage sind die SPD-Landtagsabgeordneten Annette Karl, Johanna Werner-Muggendorfer, Ruth Müller, Reinhold Strobl und Bernhard Roos am E-Mobilitätstag nachgegangen – sozusagen im Selbstversuch. Dabei überzeugten sie sich außerdem von der Integration des Projektes E-WALD in der Region.
Die Bildungsfahrt startete bei der E-WALD GmbH in Teisnach. Hier wurden die Teilnehmer zunächst mit Mietwagen der 200 Fahrzeuge starken Flotte des Unternehmens ausgestattet, darunter Renault Zoe, E-Golf und Tesla Model S. Nach einem Zwischenstopp an einer Ladestation in Drachselsried und beim Konzerthaus Blaibach ging es für die Abgeordneten weiter zur Außenstelle der TH Deggendorf in Cham, in der die Mechatronik der E-WALD-Fahrzeuge erarbeitet wird. Leiter Michael Fuchs und Projektbetreuerin Katrin Juds zeigten den SPD-Politikern beispielsweise Reichweitenmessgeräte oder 3D-Kunststoff-Drucke. Beide brennen für E-Mobilität und den Campus mit seinen rund 40 meist dual Studierenden. In Zukunft sollen 200 Studierende das Angebot der THD in Cham wahrnehmen können. Durchaus attraktiv ist dabei die Kooperation mit umliegenden Firmen. So werde zum einen der ländliche Raum gefördert, zum anderen haben die Studierenden die Möglichkeit, nach dem Studium in der Region zu bleiben. „Der Technologie Campus in Cham bietet hervorragende Expertise in Mechatronik, Robotik und Automatisierung.“, lobt der verkehrs- und industriepolitische Sprecher der Fraktion Bernhard Roos, der die Informationsfahrt initiierte. Und auch das Thema „autonomes Fahren“ kommt am TC Cham nicht zu kurz.
Letzte Station der Informationsfahrt war ein „Boxenstop“ in der Gemeinde Roding. Während sich die Abgeordneten beim Mittagessen stärkten, konnten die E-Fahrzeuge, die im Rahmen des E-Mobilitätstags rund 130 Kilometer zurücklegten, an Ladesäulen der neuesten Generation mit Schnellladefunktion auftanken.
Nach der Besichtigung des fertig gebauten Hochwasserschutzes ging es dann wieder zurück nach Teisnach.
Die SPD-Abgeordneten aus Niederbayern und der Oberpfalz zeigten große Begeisterung über das Fahrverhalten und die Leistung der gemieteten E-Mobile. Rund 6 Mio. Kilometer waren die Elektrofahrzeuge von E-WALD bisher unterwegs, 720 Tonnen CO2 konnten damit vermieden werden. Damit leisten die Elektrofahrzeuge von E-WALD einen merklichen Beitrag zur Lärmvermeidung und zur Reduzierung der CO2-Emission.
Abschließend lobten sie demnach das Projekt, das mittlerweile zum Muster und Vorbild für andere Regionen geworden ist. Es bleibe zu wünschen, dass zahlreiche Regionen dem Beispiel im Bayerischen Wald folgen, um auch die Städte nach und nach von Abgasen zu befreien, so das Fazit der Politiker.
Bildunterschirft: Die Teilnehmer informieren sich über den technischen Stand der eMolibität an der Hochschule in Cham