
Neuwahlen bei der Jahreshauptversammlung

Neuwahlen bei der Jahreshauptversammlung
Am Donnerstag trafen sich die Mitglieder des SPD-Ortsvereins Bodenkirchen zur Jahreshauptversammlung. Zu Beginn berichtete Vorsitzender Sebastian Ferwagner über die Tätigkeiten seit der vergangenen Jahreshauptversammlung. Die SPD-Mitglieder treffen sich regelmäßig zu Versammlungen, man habe sich wieder am Weihnachtsmarkt beteiligt und an verschiedenen Veranstaltungen der SPD im Landkreis Landshut und den Nachbar-Ortsvereinen teilgenommen.
Vorstandschaft gewählt
Turnusgemäß waren die Neuwahlen im Ortsverein fällig, die unter der Leitung der beiden Kreisvorsitzenden Ruth Müller (Landkreis Landshut) und Dr. Bernd Vilsmeier (Landkreis Dingolfing) stattfanden. Mit dabei war auch Christine Trapp, die die Direktkandidatin für den Bezirkstag im Stimmkreis Dingolfing / südlicher Landkreis Landshut ist. Die SPD-Vertreter aus den beiden Landkreisen Landshut und Dingolfing nutzten das Treffen auch, um eine landkreisübergreifende Zusammenarbeit bei den anstehenden Wahlen zu besprechen. Einstimmig zum Vorsitzenden wurde Sebastian Ferwagner wieder gewählt. Mit Markus Schlichter aus Binabiburg hat die SPD Bodenkirchen nun einen jüngeren Genossen als stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Schlichter ist Bezirkskaminkehrermeister und hat in Vilsbiburg vor fünf Jahren die Jusos neu gegründet. Er ist mit seiner Familie vor einem Jahr in die Gemeinde Bodenkirchen gezogen und will sich nun hier aktiv in das politische Geschehen vor Ort einbringen. Als Kassier wurde Hans Rödlinger gewählt und das Amt des Schriftführers übernimmt Rudi Brunner. Gernot Mühlbauer und Hans Menzl sind die Beisitzer im SPD-Ortsverein und als Kassenrevisorin wurde Helga Druschinscheck bestätigt.
Delegiertenwahlen
Die nächsten Wahlen werfen bereits ihre Schatten voraus und so standen einige Delegiertenwahlen an. Im weiteren Verlauf der Jahreshauptversammlung wurde Gernot Mühlbauer als Delegierte für die Kreiskonferenz (Stellvertreterin Sebastian Ferwagner) und Sebastian Ferwagner als Delegierter für die Unterbezirkskonferenz (Stellvertreter Gernot Mühlbauer) gewählt. Rudi Brunner nimmt als Delegierter an der Vertreterversammlung zur Aufstellungskonferenz für die Europawahl teil, sein Ersatz ist Gernot Mühlbauer. Für die Aufstellungskonferenz für die Kommunalwahl wurde Markus Schlichter als Delegierter gewählt, Ersatzdelegierter ist Sebastian Ferwagner.
Kreistagskandidat festgelegt
Die SPD-Mitglieder beschlossen an diesem Abend außerdem, dass der 38-jährige Bezirkskaminkehrermeister Markus Schlichter für den Kreistag kandidieren solle. Der junge Familienvater von zwei Kindern hat bereits 2008 für die SPD Vilsbiburg für den Kreistag kandidiert und war Zweitstimmenbewerber bei der Bezirkstagswahl 2008. „Unsere große Gemeinde Bodenkirchen muss auch im nächsten Kreistag mit einem jungen, engagierten Kreisrat vertreten sein“, begründete Sebastian Ferwagner den Vorschlag, dem alle Mitglieder einstimmig folgten.
Die Kreisvorsitzende der SPD im Landkreis Landshut, Ruth Müller informierte die SPD-Mitglieder über die Vorbereitungen für die Kommunalwahl 2014. Die SPD wolle im künftigen Kreistag mit mehr Kreisräten die soziale Komponente im Landkreis besetzen. Gerade im südlichen Landkreis Landshut seien wichtige Weichenstellungen auch für die Gesundheitsversorgung der Bürger gefallen, berichtete Müller. Mit dem Neubau des Hospizes und der Krankenpflegeschule am Krankenhaus Vilsbiburg wurden neue Arbeits- und Ausbildungsplätze geschaffen bzw. gesichert. Ein leidiges Thema sei jedoch die Krankenhausfinanzierung und vor allem die mangelnde Facharztversorgung im ländlichen Raum, sagte Müller.
Klare Kante zeigte Ruth Müller auch in der Diskussion um die Gehälteraffäre im Bayerischen Landtag: Es könne nicht angehen, dass ganze Familienverbände auf Kosten des Steuerzahlers beschäftigt werden. Die Ankündigung von Ruth Müller, im Falle ihrer Wahl zur Landtagsabgeordneten, die "erste gläserne Abgeordnete" der Region zu werden fand höchste Anerkennung. "Mehr Transparenz ist die richtige Antwort auf diesen undurchsichtigen Filz", lobte der stellvertretende Vorsitzende Schlichter diese Ankündigung.
Die Kandidaten stellen sich vor
Wir Sozialdemokraten reden nicht nur über Werte und Traditionen, wir haben und leben sie seit über 150 Jahren, so Dr. Bernd Vilsmeier, der SPD-Kreisvorsitzende aus Dingolfing-Landau. Der 46-jährige Veterinärmediziner tritt als SPD-Landtagskandidat im örtlichen Stimmkreis an. Der Regierungswechsel in Bayern im Herbst wird auch ein Stilwechsel sein. Vor allem in der Finanz- und Haushaltspolitik. Die SPD mit Christian Ude setzt dabei auf einen Dreiklang: Zukunft und Gerechtigkeit im Blick, Einnahmen im Lot, Ausgaben im Griff. Wir machen keine haltlosen Versprechungen, gleichzeitig die Steuer zu senken, die staatlichen Leistungen zu verbessern und die Schulden zu beseitigen. Wir Sozialdemokraten konzentrieren uns deshalb auf Investitionen in Bildung, in bessere Rahmenbedingungen für Familien, in Forschung, Infrastruktur und in die Umsetzung der Energiewende. Und wir werden mit mehr Steuerprüfern dafür sorgen, dass Großverdiener ihre Steuern auch tatsächlich zahlen. Die ehrlichen Arbeitnehmer, Handwerker und Unternehmer dürfen nicht die Dummen sein, erklärt Dr. Vilsmeier. Dazu gehört auch ein Tariftreue- und Vergabegesetz, denn bei öffentlichen Aufträgen dürfen ehrliche Betriebe nicht durch Lohn- und Sozialdumping das Nachsehen haben.
Christine Trapp, die Direktkandidatin für den Bezirkstag, stellte anschließend die wichtigsten Aufgabengebiete dieses Gremiums vor. Die 37-jährige Realschullehrerin aus Dingolfing betonte, es sei ihr wichtig, bestmögliche Betreuung und Pflege im Alter zu sicherzustellen. Zudem wolle sie sich dafür einsetzen, dass die Bezirkskrankenhäuser gut aufgestellt seien und dort beispielsweise Patienten mit psychischen Erkrankungen zeitnah behandeln werden könnten. Gerade in diesem Bereich sei der Patientenstrom in den letzten Jahren gewachsen, sodass sich teilweise erhebliche Wartezeiten ergeben. Die Stadt- und Kreisrätin schloss mit einem Appell, am 15.September zur Wahl zu gehen. Sie persönlich hätte eine Zusammenlegung der Wahlen von Landtag- und Bundestagswahl wie in Hessen favorisiert. Sie verstehe nicht, warum es die Bayerische Staatsregierung dem Wähler nicht zutraue, alle Wahlen an einem Sonntag durchzuführen.
Homepage Ruth Müller