SPD Adlkofen

SPD beim Kaffeeklatsch

Veröffentlicht am 06.07.2017 in Landwirtschaft & Forsten

Zwiesel. Die Landwirtschaftspolitikerinnen MdB Rita Hagl-Kehl und MdL Ruth Müller ließen sich mit der örtlichen SPD, vertreten durch Robert König, Nicole König und den 3. Bürgermeister Alfred Zellner in die Geheimnisse der Kaffeeröstung einweihen. Die stv. SPD-Landesvorsitzende und Bundestagskandidatin Johanna Uekermann war ebenso zugegen wie die SPD-Kreisvorsitzende aus dem Nachbarlandkreis Freyung-Grafenau Bettina Blöhm.

Jens Kirmse erläuterte wie er auf die Idee kam, ausgerechnet im Bayerischen Wald eine Kaffeerösterei zu eröffnen. Er betreibt sein Geschäft mit 5 Mitarbeitern und kann sich über mangelnde Kunden nicht beklagen. „Klein aber fein!“ – das ist das Credo und das Erfolgsmodell. Handels- und Industriekaffee ist nach Rohöl mittlerweile das zweitgrößte Handelsgut weltweit. Angebote großer Discounter lehnt Jens Kirmse bewusst ab.

Für den Kaffee werden nur reife, ausgesuchte Kaffeekirschen, von Hand vor Ort auf den Kaffeeplantagen gepflückt und in Zwiesel geröstet. Nachhaltigkeit, faire Löhne und der Verzicht auf Pestizide beim Anbau stehen im Vordergrund. Es wird weltweit nur Kaffee aus kleinen Plantagen bezogen und auf die Geschwindigkeit der Natur geachtet. Hochlandkaffee wächst beispielsweise nur sehr langsam und kann nur per Hand unter großer Anstrengung gepflückt werden, deshalb muss man die Kaffeepflücker fair bezahlen. Die Kaffeebohne ist für Jens Kirmse ein wertvolles Gut aus der Natur und muss so auch behandelt werden. Die industrielle Verarbeitung ist weder für den Verbraucher noch für die Kaffeebauern vor Ort gut, denn die können kaum davon leben. Von den Schäden an der Umwelt ganz zu schweigen.

Die Bundestagsabgeordnete Rita Hagl-Kehl, die in ihrem Ausschuss unter anderem auch für die Bereiche ökologische Landwirtschaft und Regionalvermarktung als Berichterstatterin zuständig ist, zeigte sich begeistert: „Ich finde es mutig und bin sehr froh, dass Herr Kirmse damals diesen Schritt gewagt hat. Bei vielen Verbrauchern findet mittlerweile ein Umdenken statt und sie sind zunehmend bereit, dafür auch einen fairen Preis zu bezahlen. Die Kaffeerösterei hier in Zwiesel ist auf jeden Fall ein Gewinn für unsere Region!“. „Ich finde es toll, dass wir hier in diesem wunderbaren Museum viel über die Geschichte des Kaffees erfahren durften, “ bedankte sich die Landtagsabgeordnete Ruth Müller bei Jens Kirmse. Abschließend konnten sich die Anwesenden ein eigenes Bild von der Qualität des Kaffees machen.

 

Homepage Ruth Müller