(Foto: Michael Bragulla - Landshuter Zeitung)Der nach der Kommunalwahl gegründete Arbeitskreis „Nächste Generation“ stellte sich am 28.05.2008 das erste Mal in der Öffentlichkeit vor. Die momentan zehn aktiven Mitglieder des Arbeitskreises: Frank Domakowski, Christopher Glas, Anja König, Daniel König, Claudia Lettl, Martin Prucker, Marco Rauschenberger, Franz Schneider, Patricia Steinberger und Gerhard Wick wollen von den Erfahrungen in der Partei das politische Geschäft lernen und die SPD gemeinsam mit der Stadtratsfraktion voranbringen. Sie wollen sechs Jahre lang die Stadtpolitik aktiv mitgestalten, ihre Ideen und Visionen umsetzen um dann Anlauf für den Sprung in den Stadtrat zu nehmen.
Als erstes Thema hat die Gruppe die Probleme bei der Kinderbetreuung aufgegriffen. Sie fordert einen schnellen Ausbau des Angebots.
Die Landshuter Zeitung berichtete über das Treffen der „Nächsten Generation“:
„Wir wollen zeigen, dass die SPD die Partei des kleinen Mannes ist“, sagte Anja König, Sprecherin des Arbeitskreises und Vorsitzende des Ortsverbandes Wolfgang-/ Bayerwaldsiedlung, am Mittwoch bei der Präsentation der „Nächsten Generation“. Die Partei setze sich für Gleichberechtigung und Chancengleichheit ein, die mit einem ausreichenden Angebot an Kinderbetreuungsplätzen beginne.
Jedes Kind müsse in den Kindergarten gehen, sagte Anja König. Dort könne es auf den gleichen Entwicklungsstand wie Gleichaltrige gebracht werden, um in der Schule nicht auf der Strecke zu bleiben. Derzeit gibt es in der Stadt zu wenigen Kindergartenplätzen. Grundlage für eine Erweiterung des Angebots sei das landesweit von der SPD geforderte kostenfreie und verpflichtende letzte Kindergartenjahr.
Das war das Stichwort für Daniel König, den Listenkandidaten der SPD für die Landstagswahl im Herbst: „ Die regierende CSU hat das kostenfreie letzte Kindergartenjahr bislang immer als Ideologie der Linken verteufelt und schlägt es nun plötzlich selbst vor“, sagte der 21-Jährige. Doch anstatt eines so durchsichtigen Wahlkampfmanövers seien dringend Taten nötig, um die Lage zu verbessern.
Handlungsbedarf gebe es auch bei den Krippen für Kinder unter drei Jahren. Die Versorgungsquote liege hier bayernweit bei sieben Prozent, im Vergleich zu 30 Prozent im europäischen Durchschnitt sei das viel zu wenig. In Landshut liegt der Wert bei 12,7 Prozent. Die Stadt hat bereits angekündigt, die Quote bis 2010 auf 20 Prozent zu erhöhen, doch Daniel König legte nach, als wolle er die Dringlichkeit des Unterfangens auch dem letzten klarmachen: „Familienfreundlichkeit wäre ein großer Standortvorteil für die Stadt.“
Um die zu garantieren, sei unter anderem der von der SPD geforderte Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz nötig. Finanziert werden soll der Ausbau der Kinderbetreuung laut Daniel König nicht aus dem Stadtsäckel, sondern durch ein Sonderförderprogramm des Freistaats. „Das wäre möglich, weil der Freistaat gut dasteht.“
Als nächstes will sich die „Nächste Generation“ über den städtischen Bedarfsplan für die Kinderbetreuung informieren. Dann soll es mit den Genossen aus dem Stadtrat und vor allem mit Hilfe des 3. Bürgermeisters Gerd Steinberger an die Arbeit gehen.
Der Countdown bis zur Kommunalwahl 2014 läuft.