Kath. Einhellig, Martina Scheidhammer, Anton Einhellig, Stephan Strasser, Hans-P. Scherble, Theresa Mühlstein, R. MüllerFurther SPD wählt Stephan Strasser zum neuen Vorsitzenden - Kreisvorsitzende Ruth Müller war bei der Jahreshauptversammlung dabei
Zur Jahreshauptversammlung der SPD Furth konnte der stellvertretende Vorsitzende Anton Einhellig die SPD-Mitglieder sowie Geschäftsstellenleiterin Marianne Bontzol und die Kreis- und Fraktionsvorsitzende der SPD im Landkreis Landshut, Ruth Müller begrüßen. Turnusmäßig standen die Neuwahlen an und für den erkrankten Vorsitzenden Richard Scheidhammer informierte Einhellig über die Aktivitäten des SPD-Ortsvereins im letzten Jahr. „Unsere Blickrichtung muss in die Zukunft gehen – und wir wünschen unserem Vorsitzenden baldige Genesung“, so Einhellig. Kassenrevisor Hans-Peter Scherble bescheinigte Katharina Einhellig eine einwandfreie Kassenprüfung und die Vorstandschaft wurde einstimmig entlastet.
Die Neuwahlen fanden unter Leitung von Marianne Bontzol und Ruth Müller statt und die Further Genossen wählten den 29jährigen Stephan Strasser einstimmig zu ihrem neuen Vorsitzenden. Als Stellvertreter wurde Anton Einhellig wiedergewählt, der dem neuen Vorsitzenden Strasser versicherte, ihn nach allen Kräften in seinem neuen Amt zu unterstützen. Wiedergewählt wurden ebenfalls die Schriftführerin Martina Scheidhammer und Kassiererin Katharina Einhellig. Als Beisitzer verstärken Theresa Mühlstein und Toni Hermann den SPD-Ortsverein Furth. Im Hinblick auf das Superwahljahr 2013 kommt den Delegierten eine besondere Verantwortung zu und so wurde für die Kreiskonferenz Stephan Strasser als Delegierter gewählt, für die Unterbezirkskonferenz Anton Einhellig und für die Bundeswahlkreiskonferenz Hans-Peter Scherble.
Die Kreisvorsitzende Ruth Müller bedankte sich bei den Further SPD-Mitgliedern für die reibungslose Durchführung der Neuwahlen und lobte sie für ihren Zusammenhalt. Die Grundwerte der SPD seien Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität – und Solidarität mit dem erkrankten Vorsitzenden hätten sie nun gezeigt, indem die Vorstandschaft zusammengehalten habe und die Jahreshauptversammlung organisiert habe. Solidarität bedeute für die SPD aber auch, dafür zu sorgen, dass Jugendliche unabhängig vom Geldbeutel der Eltern studieren können, ohne Studiengebühren zahlen zu müssen. Ein solidarisches Gesundheitswesen unterscheide Kranke nicht in Patienten Erster oder Zweiter Klasse und Solidarität bedeute auch, dass Vermögen höher besteuert werden, damit sich die Schere zwischen Arm und Reich nicht weiter öffnet. Die SPD ist näher am Bürger, da sie nicht nur die Interessen der Großkonzerne vertrete und somit gegen Steuererleichterungen sei, die den Staatshaushalt in Gefahr bringen, so Müller. Das angekündigte Sparpaket von Horst Seehofer gehe zu Lasten der Kommunen, die unter dem immer größeren Aufgabenpaket ächzen, berichtete Ruth Müller aus den aktuellen Haushaltsberatungen im Landkreis. Und gleichzeitig versuche man, bei den Beamtenpensionen Milliardenlasten in die Zukunft zu verschieben.
2013 steht ein Superwahljahr an und auch wenn sich die Stimmung im Land derzeit ändert, wird doch noch viel Arbeit vor Ort vonnöten sein, um die schwarz-gelben Regierungen in Bayern und im Bund in die Opposition zu schicken, so Müller. Sie sei viel unterwegs und erlebe, dass an der Basis mit der Spitzenkandidatur von Christian Ude eine echte Welle entstehe, die das Signal aussendet: „Ein Politikwechsel im Süden ist machbar“.
Nachdem die Neuwahl in Furth am Holocaust-Gedenktag stattfand, ging Ruth Müller in ihrer Rede auch auf das Thema „Rechtsextremismus“ ein. Die bundesweite Serie der Gewaltverbrechen, die von Neonazis ausgingen, zeigen, dass die Sicherheitsorgane des Staates über Jahre versagt haben. Die SPD steht seit fast 150 Jahren für eine demokratische, offene, tolerante und von Solidarität und sozialem Zusammenhalt geprägte Gesellschaft. Man werde es nicht zulassen, dass Rassisten und Rechtsextremisten den gesellschaftlichen Zusammenhalt und unsere Demokratie zerstören, so Müller. Für die rechte Szene und deren Aufmärsche dürfe es „keinen Millimeter Platz geben“ – das sei man den sozialdemokratischen Vorfahren schuldig. Müller erinnerte in diesem Zusammenhang an die Rede von Otto Wels, der im März 1933 mit den Sozialdemokraten gegen das Ermächtigungsgesetz mit den Worten stimmte: „Freiheit und Leben kann man uns nehmen, aber unsere Ehre nicht“.
Der neugewählte Vorsitzende Stephan Strasser bedankte sich in seinem Schlusswort für die gute Zusammenarbeit innerhalb des SPD-Ortsvereins. Der 29jährige Finanzbeamte will die Sozialdemokraten in Furth stärken und ausbauen und plant für 2013 gemeinsam mit der SPD aus dem Landkreis eine Veranstaltung zur Bildungspolitik und will auch wieder die Ortsumfahrung Arth gemeinsam mit SPD-Verkehrspolitikern erörtern. Als passionierter Tischtennisspieler wisse er, dass man zum Erfolg ein gutes Team brauche – und er sei froh, dass er mit der SPD eine gute Mannschaft gefunden habe.