SPD Adlkofen

Senioren erwarten soziale Sicherheit

Veröffentlicht am 30.07.2013 in Soziales

Georg Wild, Anja König, Ruth Müller und Inge Lermer

SPD 60plus sieht Reformstau - Krankenhäuser müssen kooperieren

"Die wiederholten Anläufe, eine Kooperation vom Klinikum Landshut und Kreiskrankenhaus zu erreichen, dürfen nicht vergebens sein", erklärte die SPD-Kreisvorsitzende Ruth Müller. Hieran knüpfte auch die SPD-Stadtverbandsvorsitzende Anja König an, die meinte, gerade die ältere Generation wisse die soziale Sicherheit zu schätzen.

Diese gut besuchte Versammlung der sozialdemokratischen Arbeitsgemeinschaft "60plus" am Donnerstag im Gasthaus Frauenbauer in Altdorf, eröffnete die stellvertretende Vorsitzende Inge Lermer, um dann das Wort an die SPD-Kreisvorsitzende Ruth Müller abzugeben. Diese skizzierte anschließend recht ausführlich die strukturellen Veränderungen in der regionalen Krankenhauslandschaft.

"Der Landkreis Landshut hat seine Hausaufgaben hinsichtlich der Ausrichtung seiner drei Krankenhäuser gemacht", listete die Kommunalpolitikerin auf, wobei sie darauf verwies, dass inzwischen auch das einzige niederbayerische Hospiz in Vilsbiburg eröffnet werden konnte. In dieser Kreisstadt ist auch das herausragende Kompetenzzentrum für Gesundheitsberufe angesiedelt.

Kritisch setzte sich Ruth Müller mit der Entscheidung der "Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns" auseinander, am Krankenhaus Vilsbiburg die Ermächtigung für ambulante Behandlungen zeitlich nicht mehr zu verlängern. "Dadurch entstehen teils längere Anfahrtswege von Patienten aus dem Landkreis zu Fachärzten". An die Landes- und die Bundesregierung adressierte die SPD-Kreisvorsitzende auch die Forderung, die vielschichte Krankenhausfinanzierung zu verbessern, um damit Leistungskürzungen zu verhindern.

"Die soziale Sicherheit im Alter muss allumfassend sein", mahnte Anja König, die meinte, dass sic in unserem Land die Schere zwischen Arm und Reich immer mehr vergrößere. Die vielfältige Inklusion, wie dazu auch die UN-Konvention 2009 von Deutschland unterzeichnet worden ist, muss auf alle Schwachen in unserer Gesellschaft ausgerichtet sein, erläuterte die SPD-Stadtverbandsvorsitzende.

Nach ihrer Feststellung darf der Staat diese Zielsetzung nicht allein auf die Bürger und Kommunen abwälzen. Die Verantwortung des Staates liegt nach Überzeugung der Politikerin auch darin, den "Reformstau" bei den Sozialversicherungen abzubauen. "Die Bürger werden erfreulicherweise älter, aber rund 30 Prozent der über 80jährigen werden auch pflegebedürftig". Der Staat muss auf diese Entwicklung auch die richtigen Antworten finden, resümierte Anja König.

Im Alltagsleben zeigen sich, so 3. Bürgermeister Georg Wild, die zunehmenden Herausforderungen, den Senioren stets die soziale Sicherheit zu gewährleisten. Der stellvertretende AWO- und VdK-Ortsverbandsvorsitzende spannte dazu auch einen großen Bogen von der in Altdorf einst unter Bürgermeister Josef Sehofer aufgebauten Kinder-, Jugend- und Seniorenbetreuung. Wenig Erfreuliches könne er, so der Altdorfer Kommunalpolitiker, von der verfahrenen Situation bei der geplanten Fernwärmeversorgung berichten. Die Ausgangslage ist hier inzwischen recht ernüchternd. Dieses Thema muss in den kommenden Monaten aufgearbeitet werden, verlangte Georg Wild.

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