SPD Adlkofen

Roter Rudi trifft auf Rote Ruth

Veröffentlicht am 31.05.2013 in Allgemein

150-jähriges Parteijubiläum mit Festrede des ehemaligen Landesvorsitzenden Dr. Rudi Schöfberger gefeiert

Die SPD blickt auf 150 Jahre demokratische Geschichte zurück. In Landau fand dazu ein Festabend im Gasthaus Reitinger statt, an dem auch die stellvertretenden Bezirksvorsitzenden der SPD Niederbayern, Rita Hagl-Kehl, Peter Stranninger und Ruth Müller teilnahmen. Festredner war der ehemalige SPD-Landesvorsitzende Dr. Rudi Schöfberger MdL und MdB a. D. – auch der „rote Rudi“ genannt.
Am 23. Mai gründete Ferdinand Lassalle in Leipzig den Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein (ADAV), die Geburtsstunde der deutschen Sozialdemokratie, erinnerte Dr. Vilsmeier in seiner Begrüßung. Der leidenschaftliche Einsatz für Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität und damit für die Demokratie ist der SPD Ehre und Verpflichtung zugleich. Zudem sei das Jahr 2013 geschichtsträchtig, mit dem 100. Todestag von August Bebel und dem 100. Geburtstag Willy Brandts, und auch ein Jahr großer Entscheidungen mit der Landtagswahl in Bayern und der Bundestagswahl in Deutschland. In der Rückschau war und ist die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) immer das Rückgrat der Demokratie in Deutschland.

Als "Altes Schlachtross" der SPD ließ Rudi Schöfberger die Geschichte der SPD Revue passieren. Es hat zwei Weltkriege gebraucht, um zu lernen, dass die Demokratie viele Demokraten braucht und nach unterschiedlicher Meinung verlangt. Einzigartig ist bei der SPD, dass sie sich nie umtaufen musste, denn wir, die SPD, haben nie politischen Konkurs gemacht. Dagegen haben die Schwarzen mit CSU schon ihren fünften Namen, so Rudi Schöfberger, im Gegensatz zur SPD, die nie etwas gemacht hat, für das man sich so schämen musste, dass wir unseren Namen ändern mussten.

Herausragend sei der Widerstand der SPD gegen die Nazis vor 80 Jahren gewesen. Allein die SPD widersetzte sich in Deutschland und Bayern noch dem braunen Terror, während die Konservativen und Liberalen der Abschaffung der Demokratie und des Freistaats Bayern zustimmten, stellt Schöfberger fest. In ihrer 150-jährigen Geschichte, die keine andere demokratische Partei aufweisen kann, wurden auch Fehler gemacht, aber bei einer so langen Geschichte haben wir auch vieles gut gemacht, sonst würde es uns nicht mehr geben, so Schöfberger. Aber wir dürfen uns nicht auf dem erreichten ausruhen, denn es gibt noch viel zu tun, um ein menschenwürdigeres, freiheitlicheres, demokratischeres, gerechteres, sozialeres, friedlicheres und ökologischeres Zusammenleben zu gestalten, ermutigte Dr. Schöfberger die Zuhörer.

Beeindruckt zeigten sich die jungen SPD-Politiker aus Niederbayern von der Entschlossenheit des 77jährigen leidenschaftlichen Sozialdemokraten, der erst vor knapp zwei Wochen einen Herzschrittmacher erhalten hatte. „Es lohnt sich, für die Ziele der SPD zu kämpfen, denn ein besseres Land kommt nicht von alleine“, fasste die stellvertretende Bezirksvorsitzende Ruth Müller den Abend abschließend zusammen.

Foto v. l.: Dr. Bernd Vilsmeier, Kreisvorsitzender SPD Dingolfing-Landau, und die stellvertretenden Bezirksvorsitzenden Rita Hagl-Kehl, Ruth Müller und Peter Stranninger zusammen mit Dr. Rudi Schöfberger (Mitte).

Homepage Ruth Müller