SPD Adlkofen

Regionale Strukturen in der Landwirtschaft ausbauen

Veröffentlicht am 23.08.2020 in Allgemein

Landwirtschaftspolitikerin Ruth Müller, MdL und Doris Rauscher, MdL vor Ort im Landkreis Ebersberg

 

Über 24.000 Hektar landwirtschaftliche Fläche gibt es im Landkreis Ebersberg und dort sind noch viele bäuerliche Familienbetriebe zu finden. Grund genug für die Ebersberger SPD-Landtagsabgeordnete Doris Rauscher, gemeinsam mit der agrarpolitischen Sprecherin der BayernSPD-Landtagsfraktion Ruth Müller im Rahmen ihrer Sommertour die Landwirtschaft und die Menschen, die dahinter stecken, in den Mittelpunkt zu stellen. Rauscher, die den Sozialausschuss des Bayerischen Landtags leitet, machte deutlich, dass soziale Themen auch in der Landwirtschaft eine wichtige Rolle spielen: “Von der Kinderbetreuung bis zur Großfamilie und der Sorge um die Gesundheit der Eltern und Schwiegereltern sind viele Bereiche sehr intensiv auf engem Raum vorhanden“. Umso wichtiger sei es daher, dass die betrieblichen Strukturen stimmen und das gemeinsame Arbeiten sinnstiftend und nur miteinander erfolgen könne. Ein Miteinander statt Gegeneinander von Landwirten und Verbrauchern ist auch das erklärte Ziel von Franz Lenz, Kreisobmann im Landkreis Ebersberg des Bayerischen Bauernverbands und Biolandwirt aus Zorneding, und Barbara Kronester, Kreisbäuerin aus Oberpframmern. Mit innovativen und kreativen Ideen wie Kochkursen im örtlichen Supermarkt oder der Zusammenarbeit mit den Hauswirtschaftsschulen setzen sie sich für Bewusstseinsbildung und Wertschätzung von qualitativ hochwertigen und regionalen Produkten ein. „Eine verantwortungsbewusste Konsumentscheidung setzt immer Wissen voraus – wo kommt mein Essen her und wie hat ein Tier vor der Schlachtung gelebt? Mit einem verpflichtenden Siegel, zum Beispiel zum Thema Tierwohl, würde den Konsumenten die Kaufentscheidung leichter fallen“, ist Doris Rauscher sicher.

„Gerade Corona hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, regionale Strukturen vorzufinden und zu erhalten“, stellte Ruth Müller fest. Denn die Landwirtschaft vor Ort sichert die Lebensmittelversorgung und oft genug sind die Familienmitglieder auch in zahlreichen Ehrenämtern zu finden, die das Dorfleben zusammenhalten. Das Interesse der Verbraucher an regionalen Lebensmitteln ist gestiegen, diese positive Entwicklung müsse unterstützt werden, indem beispielsweise Direktvermarkter besser miteinander vernetzt und unterstützt werden. Im Gespräch wurde auch die Sorge um veränderte klimatische Bedingungen deutlich: „Bauern sind die ersten, die von den Auswirkungen wie vermehrte Trockenheit oder Überschwemmungen betroffen sind. Und sie sind es, die einen wertvollen Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels beitragen können und wollen. Dafür braucht es aber die nötige Unterstützung seitens der Politik, ebenso wie ein verantwortungsbewusstes Konsumverhalten der Verbraucherinnen und Verbraucher!“, stellen Doris Rauscher und Ruth Müller fest.

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