SPD Adlkofen

Prävention muss stärker in den Focus der Politik rücken

Veröffentlicht am 29.09.2014 in Landespolitik

MdL Ruth Müller besuchte niederbayerische Regionaldirektion der GEK Barmer in Straubing

Der Gedankenaustausch über die Gesundheitsversorgung der Bürger – vom Kleinkind bis zum Senior – stand im Mittelpunkt des Besuchs der Landtagsabgeordneten Ruth Müller bei Regionalgeschäftsführer Michael Niedermeier am Freitag in der Straubinger Geschäftsstelle der Barmer GEK.

Müller, die im Ausschuss „Gesundheit und Pflege“ im Landtag tätig ist, berichtete Niedermeier über die ganzheitliche Betrachtungsweise von an Demenz erkrankten Menschen in Schweden. Bei einer Fachreise des Gesundheitsausschusses hatten sich die Abgeordneten dort informiert. So werde dort beispielsweise bereits bei der Diagnose ein umfassendes Betreuungskonzept in Gang gesetzt, dass die Kommune, die Familie und den Arbeitgeber mit einbinde. Wenn auch die Diagnose „Demenz“ mit der Konsequenz „Verlust von Waffenschein und Führerschein“ einhergehe, so müsse der Erkrankte dennoch nicht auf Mobilität verzichten, denn gleichzeitig bekämen die Patienten die Möglichkeit, den ÖPNV ermäßigt zu nutzen oder Fahrdienste in Anspruch zu nehmen.

Ein besonderes Anliegen ist es Michael Niedermeier, die „Gesundheit in die Firmen zu bringen“. Denn angefangen von der Ergonomie am Schreibtisch bis hin zur Arbeitssicherheit und Entspannungsmöglichkeiten in den Pausen sei es ein weites Feld, in dem Arbeitgeber und Arbeitnehmer in Kooperation mit den Krankenkassen tätig sein könnten, um die Gesundheit zu erhalten. Gerade zu dem Thema „Betriebliche Gesundheitsförderung“ hatte die Landshuter Abgeordnete kürzlich einige Anfragen gestellt, um abzufragen, welche Förderprogramme es gebe und inwieweit der Staat als Arbeitgeber hierbei eine Vorbildfunktion erfülle. Angesichts des Fachkräftemangels sei dies eine wichtige Aufgabe, wenn Firmen für ihre Mitarbeiter weiterhin attraktiv sein wollen, waren sich Müller und Niedermeier einig.

Ruth Müller, die zudem auch im Landwirtschaftsausschuss tätig ist, informierte den Leiter der Krankenkasse auch über das „Schulfruchtprogramm“, das auf ihren Antrag hin nun ab Herbst auch auf KiTas ausgeweitet wird. Kindergärten können sich für das Programm anmelden und die Kinder bekommen dann einmal in der Woche kostenlos Obst und Gemüse geliefert. „Prävention und gesunde Lebensweise beginnt am besten in den frühen Jahren“, bekräftige Niedermeier und versprach, die Aktion in Straubing auch mit seiner Krankenkasse zu begleiten.

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