SPD Adlkofen

Politischer Frauenabend auf der Renate

Veröffentlicht am 09.03.2015 in Veranstaltungen

Gleichstellung Zum internationalen Frauentag am gestrigen Sonntag lud die SPD zum Frauenempfang. Dieser fand passender Weise auf der MS Renate statt.

Kelheim. Anlässlich des internationalen Frauentages am 8. März fand Freitagabend der Frauenempfang der SPD-Landtagsfraktion erstmals an Bord der MS Renate statt. MdL Johanna Werner-Muggendorfer freute sich "dass die Frauen alle so treu sind" und so zahlreich gekommen waren. Männer wurden sehr spärlich eingeladen, umso mehr freute sich Werner-Muggendorfer, dass Bürgermeister Horst Hartmann der Einladung gefolgt war.

Frauenquote ist wichtig

Da die Plätze auf dem Schiff sehr begrenzt sind, mussten leider ein paar Absagen erteilt werden. Es sei eine tolle Sache, dass ausgerechnet am diesjährigen Frauenempfangstag ein neues Gesetz zur Frauenquote für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst im Bundestag beschlossen wurde. "Die Frauenquote ist nach wie vor ganz wichtig," findet Johanna Werner-Muggendorfer und ist sehr stolz, dass die SPD-Bundesminister Manuela Schwesig und Heiko Maas das neue Gesetz auf den Weg gebracht haben. Die SPD sei in allen Lebenslagen der Motor der Gleichstellungspolitik gewesen und das Frauenwahlrecht ein ganz wichtiger Punkt in der Geschichte. So viele gut ausgebildete Frauen wie heute habe es noch nie gegeben, die Hälfte aller Hochschulabsolventen seien mittlerweile Frauen. Trotzdem gäbe es noch viel zu tun, insbesondere im Bereich des Lohnniveaus, findet die Landtagsabgeordnete. Besonders ärgert sie die Auseinandersetzung zur Erhöhung des Kindergeldes. Es könne nicht sein, dass vor allem Alleinerziehende darunter leiden müssen. Es sollte gerade hierfür Geld da sein und nicht nur zur Bankenrettung. "Die gfotzaten Frauen vom ganzen Landkreis hamma heid da, und da gfreit's mi ganz besonders, dass Zwoaraloa da san", begrüßte Werner-Muggendorfer im Anschluss das Quartett von Zwoaraloa.

Die Kabarettistinnen wurden von den Damen schon freudig erwartet und weil "da Mo vom Mars kommt und de Frau von da Venus" gibt's öfter mal Differenzen, die das Quartett mit seinem humoristischem Auftritt auf die Schippe nahm. Aus der Ballade "Halleluja" haben sie "a bayrisches Liad gmacht" und die Damen honorierten die Kabarettistinnen mit reichlich Applaus. Bürgermeister Horst Hartmann freute sich über die Ehre, beim Frauenempfang sprechen zu dürfen. Hartmann bemerkte, dass Frauen mehr in sozialen Berufen beschäftigt seien und ihre Arbeit nicht so wertgeschätzt werde wie beispielsweise in technischen und wissenschaftlichen Berufen, die wesentlich besser bezahlt seien. Sein Appell an die Damen: "Seids selbstbewusst meine Damen, tuts die Ellenbogen raus und zeigts, wo der Barthel den Most holt."

Lohnlücke zwischen Mann und Frau

Auch im Stadtrat wollen sie mit gutem Beispiel voran gehen und das Thema Frauenquote aktiv anpacken, deshalb wurde mit Maria Meixner aus Weltenburg eine Frauenbeauftragte der SPD gewählt. Landtagsabgeordnete Ruth Müller zeigte in ihrer Rede einen kurzen Rückblick zur Gleichstellung von Frauen auf. Die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern beträgt in Bayern immer noch 26 Prozent. Eine bessere Bezahlung von Menschen in sozialen Berufen wird von der Fraktion sehr begrüßt, da der Frauenanteil im Pflegebereich 83 Prozent beträgt und im Erzieherbereich bei 87 Prozent liegt. Auch ein Lohnausgleich für Teilzeitarbeit von Eltern in der Familienphase würde vielen Familien eine entspanntere Familienzeit ermöglichen. Müller ging auch auf die Menschenrechte ein, die Rechte der Frauen werden weltweit oft mit Füßen getreten. "Nur wenn wir auch wirklich für die Gleichberechtigung kämpfen, werden wir den Satz auch tatsächlich erleben: Männer und Frauen sind gleichberechtigt!"

Homepage Ruth Müller