
SPD-Ortsverein Rottenburg unternahm Fahrt zum Bayerischen Landtag
Der SPD-Ortsverein Rottenburg legt in seiner Arbeit für die Bürgerinnen und Bürger Wert darauf, nicht nur aktuelle kommunalpolitische Probleme zu lösen, sondern auch gesellschaftsrelevante Themen aufzugreifen. „Politische Bildung ist wichtig, denn nur wenn die Menschen wissen, wie unser Staat und unsere Gesellschaft aufgebaut sind, verstehen sie auch politische Zusammenhänge und können Entscheidungen der verschiedenen Ebenen nachvollziehen“, so Gemeinderat Franz Gumplinger, der zusammen mit der Landtagsabgeordneten Ruth Müller zur Landtagsfahrt nach München eingeladen hatte.
Als Teil eines ganzen Busses fuhr die Rottenburger SPD in die Landeshauptstadt und erkundete das weitläufige Maximilianeum, in dem der Bayerische Landtag untergebracht ist. Nach einem Informationsfilm über den bayerischen Landtag konnten die Teilnehmer dann mit ihrer Abgeordneten im Plenarsaal diskutieren. Ruth Müller, die dem Landtag seit 2013 angehört, nutzte die Gelegenheit, sich und ihre verschiedenen Arbeitsfelder in den Ausschüssen „Gesundheit und Pflege“ und „Landwirtschaft, Ernährung und Forsten“ vorzustellen. Der Erhalt der flächendeckenden medizinischen Versorgung im Landkreis Landshut sei ihr ein wichtiges Anliegen, und dafür müsse genügend Geld bereitgestellt werden. Darüber hinaus machte sie aber auch deutlich, dass die Gemeinschaft auch davon lebe, dass sich Menschen ehrenamtlich engagieren und füreinander einsetzen. „Ich hatte das große Glück, in einer Zeit zu leben, die von Frieden und Freiheit geprägt war“, so Müller.
Nach einem Mittagessen im Maximilianeum nutzte ein Teil der Rottenburger die Gelegenheit, zu einem Bummel durch die Innenstadt bis zum NS Dokumentationszentrum in der Brienner Straße. Hier erinnert die Dauerausstellung daran, dass München als ehemalige „Hauptstadt der Bewegung“ wie keine andere Stadt mit dem Aufstieg des Nationalsozialismus verbunden war. In der Brienner Straße befand sich die erste eigene Parteizentrale der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP), das ‚Braune Haus‘. An diesem historischen Ort wurde der Neubau des NS-Dokumentationszentrums als „Lern- und Erinnerungsort“ errichtet. Aus Münchens antisemitischen und rechtsextremen Kreisen ging nach dem Ersten Weltkrieg mit Unterstützung von Bürgern, Verwaltung und Justiz die nationalsozialistische Bewegung hervor.