
Die geehrten langjährigen Mitglieder der SPD mit MdL Ruth Müller, Dr. Bernd Vilsmeier, Landrat Heinrich Trapp
Asylbewerber und Flüchtlinge eines der Themen auf der Hauptversammlung - Lob für den neuen Bürgermeister

Asylbewerber und Flüchtlinge eines der Themen auf der Hauptversammlung - Lob für den neuen Bürgermeister
Reisbach. Zur Hauptversammlung des SPD-Ortsverbandes am Sonntag begrüßte Vorsitzender Gerhard Piorek besonders MdL Ruth Müller, Kreisvorsitzenden Dr. Bernd Vilsmeier, Landrat Heinrich Trapp, die beiden Ehrenmitglieder Kurt und Inge Müller sowie das Neumitglied Ludger Brüggemann.
Bei den Wahlen wurden Gerhard Piorek in seinem Amt bestätigt. Außerdem wurden als stellvertretender Ortsvorsitzender Josef Hatzmansberger, Kassiererin Erika Mehner, Organisationsleiterin Hilde Friedberger und Schriftführer Ludger Brüggemann gewählt. Michael Trapp, Jürgen Kollmen, Robert Kanamüller und Horst Baumgärtner sind Beisitzer, Bildungsbeauftragter ist Jakob Layh, Seniorenbeauftragter Erwin Elfinger, Revisoren Kurt Müller und Rosemarie Piorek.
Delegierte zur Kreiskonferenz sind Ludger Brüggemann und Michael Trapp, Ersatzdelegierte wurden Gerhard Piorek, Erika Mehner und Hilde Friedberger. Letztere wurde zudem für die Unterbezirkskonferenz gewählt, als Ersatz fungiert Ludger Brüggemann.
Ehrungen für
verdiente Mitglieder
Den Abend nutzte der Ortsverein zudem, um eine Reihe von Mitgliedern zu ehren, welche der SPD schon seit Jahrzehnten die Treue halten. Ruth Müller und Dr. Bernd Vilsmeier konnten die verdienten Mitglieder daher mit Urkunden und Ehrennadeln auszeichnen. Bereits seit 50 Jahren ist Horst Sievert Mitglied der SPD. Für 40 Jahre konnten Helmut Brunner und Richard Rockinger geehrt werden. Und 25 Jahre hielten Hermann Huber, Maria Jurenda, Jürgen Kollmen, Rosmarie Piorek, Helmut Schlierf, Traudl Schneider, Alfons Schneider, Marianne Trapp und Xaver Wintersberger der SPD die Treue.
Nachdem den verstorbenen Mitgliedern gedacht wurde, berichtete Gerhard Piorek als Marktgemeinderat über die aktuellen Entwicklungen in der Gemeinde. Dabei bat er um Verständnis für die Situation der Asylbewerber, „dort, wo sie lebten, ist die Welt nicht Ordnung“. Er sprach auch die gute Arbeit des neuen Bürgermeisters Rolf-Peter Holzleitner an, mit dem er, wie schon mit dem Vorgänger Sepp Steinberger, gut auskomme und hoffte auf eine weitere harmonische Zusammenarbeit. Erfreulicherweise zog mit Michael Trapp wieder ein Mitglied des Ortsverbandes in den Kreisrat ein.
Kassiererin Erika Mehner erstattete der Versammlung Bericht über die finanzielle Situation des Vereins. Kassenprüfer Kurt Müller konnte in seinem Prüfbericht einwandfreie Arbeit bescheinigen und somit erfolgte die einstimmige Entlastung.
Landrat Heinrich Trapp nutzte die Gelegenheit und lobte zunächst den vorbildlichen Einsatz von Gerhard Piorek, vor allem was die Arbeiten bei der zurückliegenden Kommunalwahl betrafen. Bei den Landkreisaufgaben setzte man in den vergangenen Jahren den Schwerpunkt beim Thema Kreisstraßenausbau. Steinberg und die Ortsdurchfahrt in Griesbach seien im nächsten Jahr auf der Agenda. Weiter möchte der Kreistag alles unternehmen, dass das Altenheim in Reisbach weiterhin in kommunaler Trägerschaft bleibe. Auch hier stehen erhebliche Verbesserungen im nächsten Jahr an.
Das Thema Asylbewerber bereite dem Landkreis dagegen große Sorgen. Von den 340 Personen kümmere sich der Staat lediglich um die 80 Personen in Wallersdorf, für alle anderen stehen nur ehrenamtliche Betreuer zur Verfügung, welche von der Caritas unterstützt werden. Der Kreis habe sich auch beim Thema berufliche Bildung in den vergangenen Jahren stark engagiert. Die Bemühungen eine FOS im Landkreis zu schaffen, sollen ebenfalls fortgesetzt werden.
Michael Trapp brachte eine Analyse der Kommunalwahlen vor. Ein besonderes Ergebnis mit 91,7 Prozent konnte Heinrich Trapp bei der Landtagswahl erzielen. Für die Kreistagswahlen stellte der Ortsverband fünf Kandidaten, den Einzug in den Kreistag schaffte er selbst. Auch die Gemeinderatswahlen forderten die Mitglieder. Die Listenkandidaten zeigten sich sehr engagiert und hatten ein gutes Programm ausgearbeitet, so dass die drei Sitze wieder erhalten werden konnten.
Bei ihren Ausführungen zur Politik im Landtag ging Ruth Müller mit der Staatsregierung hart ins Gericht. Vor allem in der Asylpolitik warf sie der Regierung großes Versagen vor, die Erstaufnahmeeinrichtungen seien hoffnungslos überfüllt. Bisher wurden leider die Anträge der Opposition nicht ernst genommen, was sich nun als großer Fehler zeigt. Vor allem die Kommunen bräuchten bessere Unterstützung, doch Grundvoraussetzung wäre, in den betroffenen Ländern für Ruhe zu sorgen. Die angekündigte Barrierefreiheit bis zum Jahr 2023 werde wohl nach dem aktuellen Stand nicht verwirklicht werden können. Hätten die Bürger sich nicht bereits selbst so engagiert, wären wir auch im Punkt Energiewende noch nicht so weit.
In seinem Grußwort erinnerte Kreisvorsitzender Dr. Bernd Vilsmeier an den friedlichen Fall der Berliner Mauer vor 25 Jahren. Ohne den Mut und den Enthusiasmus der Bürger in der DDR wäre dies nicht passiert, dies soll allen eine Vorbild für gelebte Demokratie sein, denn ohne aktives Engagement der Bürger funktioniere keine freie und friedliche demokratische Ordnung. Leider ist die Begeisterung von vor 25 Jahren im Alltag doch ziemlich verflogen, was die immer niedrigeren Wahlbeteiligungen aussagten. Aber Demokratie ist nicht immer einfach und schnell, es brauche lange Diskussionen und schwierige Kompromisse, um Entscheidungen herbeizuführen.
Homepage Ruth Müller