
Politisches Gespräch zum „Tag des Freibads“
„Ob in diesem Jahr die Badehose oder der Bikini überhaupt eingepackt werden konnte, war lange unklar“, blickte Bürgermeister Alfred Holzner beim Gespräch mit der Landtagsabgeordneten Ruth Müller auf die ungewisse Situation aufgrund von Corona zurück. Seit 18. Juni ist das Freibad nun wieder geöffnet – rund vier Wochen später als geplant und anders als gewohnt. Trotzdem habe man sich für unbürokratische und benutzerfreundliche Regelungen entschieden, erläuterte Bademeister Reinhard Hilz. Das Schwimmen in Bahnen, abgetrennte Bereiche für die Familien und Kinder und die Aquagymnastik sowie eine Regelung für den Ein- und Ausgang und die Webcam mit dem minutengenauen Blick auf die freien Plätze im Freibad erfüllen soviel Vorgaben wie nötig ohne den Spaß am Sport zu trüben. „Zum Nulltarif gibt es das allerdings nicht“, machte der Bürgermeister deutlich. Zusatzkosten fallen für die zusätzliche Beckenaufsicht, die Reinigung und die Kassiererin an, die während der gesamten Öffnungszeiten anwesend sein muss. Dem stehen niedrigere Einnahmen durch den Wegfall der Dauerkarten und der Reduzierung auf 300 Besucher gleichzeitig gegenüber. „Unser Defizit beträgt jedes Jahr rund 200.000 Euro, das wird in diesem Jahr sicherlich nicht niedriger“, rechnete Holzner vor. Positiv könnte sich die Sanierung des letzten Jahres auf die Betriebskosten auswirken, denn durch die Installation von rund 450 Quadratmetern Solarfläche werde die Gasheizung deutlich weniger in Anspruch genommen als in der Vergangenheit, lobte Stadtrat Franz Gumplinger die Entscheidung, wenngleich er sich noch einen höheren Solaranteil gewünscht hätte.