SPD Adlkofen

Mit Zuversicht in eine neue Zeit und original sozial!

Veröffentlicht am 22.01.2020 in Allgemein

Schierling.  „Suchet der Stadt Bestes…und betet für sie zum HERRN; denn wenn’s ihr wohl geht, so geht’s auch euch wohl.“ Die SPD-Landtagsabgeordnete und Landshuter Landratskandidatin Ruth Müller aus Pfeffenhausen fasste mit diesem Zitat des alttestamentarischen Propheten Jeremias (29,7) aus der Luther-Bibel ihre Dreikönigsrede beim 23. Labertaler Dreikönigstreffen im Restaurant „Top Four“ zusammen. Die Präsidin des Dekanatsausschusses des evangel. Dekanats Landshut hätte natürlich nach dem „zum Herrn beten“ ruhig auch „und SPD wählen“ einfügen können, so reichhaltig und umfangreich war der Inhalt ihres Referates. Es machte klar, was das Thema verhieß: „Die Zukunft beginnt bei uns dahoam.“ Die Demokratie brauche selbstbewusste Bürgerinnen und Bürger mit Zuversicht und Tatkraft, mit Vernunft, Anstand und Solidarität, berief sich die stellvertretende SPD-Bezirksvorsitzende auf die Weihnachtsansprache von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Damit wollten die Sozialdemokraten dazu beitragen, die neue Zeit zu einer guten Zeit werden zu lassen. Denn „uns verbindet die Liebe zu den Traditionen, zu unserer Landschaft, zu unserer Heimat,“ sagte MdL Müller. Dass ihr Glaubensbruder und Landratskandidat aus dem Landkreis Regensburg, Reinhard Peter, ebenso auf Luther’s Spuren wandeln kann, zeigte er in seiner Rede mit dem Zitat des berühmten Sohnes der Stadt Wittenberg. „Sprich klar aus und hör‘ bald auf.“ Er hielt, was er versprach. Kurz und bündig war sein Redebeitrag mit der Botschaft der LandkreisSPD: „ORIGINAL.SOZIAL!“

Zu Beginn nahmen einige Gäste symbolisch via Fernglas die Zukunft und die Menschen ins Visier; sie folgten damit  weniger den berühmten Sketchen von Heinz Erhardt und Didi Hallervorden, „Ja wo laufen sie denn hin?“, sondern mehr dem langjährigen Landesvorsitzenden der BayernSPD, Waldemar von Knoeringen: „Die Seele der Sozialdemokratie, das ist der Blick auf den Menschen.“ Wie Ruth Müller freute sich die SPD-Ortsvorsitzende und Markträtin Madlen Melzer über die zahlreichen Besucherinnen und Besucher, unter ihnen der 1. Bürgermeister von Neufahrn, Peter Forstner, Landratskandidat Reinhard Peter, die Rottenburger Bürgermeisterkandidatin Angelika Wimmer, den Regensburger SPD-Kreisvorsitzenden Matthias Jobst, die Arbeitskreissprecherin Karin Hagendorn und ihren Marktratskollegen Josef Röhrl. Sie wünschte im Wahljahr allen „volle Kraft voraus“, Mut und Zuversicht. Madlen Melzer schloss mit Blick auf die SPD, die mehr denn je gebraucht werde, mit einem Liedtext von Hannes Wader: „Es ist an der Zeit.“

Daran anknüpfend zeigte sich MdL Ruth Müller zu Beginn ihrer Dreikönigsrede zuversichtlich „für eine neue Zeit“, die uns vor viele Herausforderungen stelle, aber auch viele Chancen für ein besseres Leben mit Sicherheit und Wohlstand biete. Der Aufgabenkatalog war umfangreich und reichte von der Gesundheitspolitik bis zum Klima- und Umweltschutz, alles unter dem Gesichtspunkt der Regionalpolitik und regionalen Entwicklung. Die Abgeordnete brach eine Lanze für eine wohnortnahe Gesundheitsversorgung mit Krankenhäusern in kommunaler Hand und attraktiven Arbeits- und Lebensbedingungen für die Ärzte mit ihren Familien im ländlichen Raum. Bezahlbaren Wohnraum müsse es in allen Gemeinden der Region geben, der sich am Bedarf von Familien, Studierenden, Alleinerziehenden und Senior*innen orientierten. MdL Müller wünschte sich mehr Gemeinden, die dem Beispiel von Neufahrn folgten und große Anstrengungen für den sozialen Wohnungsbau unternehmen. Sie machte sich stark für eine sozial gerechte Bodenordnung, die genossenschaftliches Wohnen sowie soziale, kommunale und ökologische Wohnprojekte fördere. Im Bildungsbereich machte sich Ruth Müller unter anderem stark für die Förderung der Berufsschulen und der Weiterbildung als einem Schlüssel zur Teilhabe gerade in der aktuellen Zeit des Wandels. Sie forderte dazu den Rechtsanspruch auf Bildungsurlaub in Bayern, den es in 14 anderen Bundesländern schon gebe. Für das „digitale Klassenzimmer“ bedürfe es einer guten Finanzausstattung aller Kommunen; nicht nur der reichen.

Ausführlich befasste sich die Rednerin mit der Verkehrspolitik. Mobilität müsse neu gedacht werden. Es brauche ein gleichberechtigtes Nebeneinander verschiedener Mobilitätsformen von der Bahn über den Bus, das Fahrrad und das Auto. „Es geht hier nur miteinader, nicht gegeneinander,“ betonte Ruth Müller. Für ihren Heimat-Landkreis Landshut nannte sie den Anschluss an den Münchner und an den Regensburger Verkehrsverbund als Ziele. Der Staatsregierung warf sie vor, einseitig die Metropolregionen München und Nürnberg zu Lasten der ländlichen Regionen zu bevorzugen. Dabei wohnten in den Ballungsräumen nur drei Millionen Menschen und im großen ländlichen Raum über 10 Millionen, die ebenso auf ein günstiges und bezahlbares Verkehrssystem bräuchten. Mit „Selbst ist Region“ widmete die Abgeordnete viel Zeit dem Klima- und dem Umweltschutz durch regionales Handeln. Die Energiewende müsste vor Ort in die Hand genommen werden, der Umwelt- und Naturschutz beginne vor der eigenen Haustüre in den Gemeinden. Als Landrätin möchte sie dem Beispiel der Stadt und des Landkreises Regensburg folgen und aus den drei westlichen Landkreisen Niederbayerns eine Ökomodell-Region machen. Natürlich vergaß die Landwirtschaftsexpertin der SPD-Landtagsfraktion auch nicht die Landwirte, die vor vielen Veränderungen stünden. Hier gehe es um Existenzsicherung und regionale Wertschöpfung. Angebote der regionalen Direktvermarkter müssten vernetzt werden. Die seit knapp 25 Jahren aktive Kommunalpolitikerin schloss ihre Rede mit einem Credo für die angestrebte neue Aufgabe: „Eine gute Landrätin ist für mich jemand, der den Menschen zuhört, sie versteht und ernst nimmt. Eine gute Landrätin muss Entscheidungen treffen und das Miteinander im Blick haben und sie darf nicht das Gegeneinander als Instrument der Politik einsetzen.“

Ihr Kandidatenkollege Reinhard Peter, ein Bibelfester und Gewerkschaftler durch und durch, machte in seinem kurzen Grußwort deutlich, dass er als Landrat eine deutliche soziale Handschrift zeigen werde. Tariftreue statt Lohndumping in den Landkreis-Gesellschaften, keine Benachteiligung der Hartz IV-Empfänger durch die Landkreisverwaltung, sozialer Wohnungsbau durch die Revitalisierung der landkreis-eigenen Wohnungsbaugenossenschaft und ein Verkehrskonzept für den Landkreis waren einige Stichworte die der Landratskandidat ansprach. Der SPD-Kreisvorsitzende Matthias Jobst, Madlen Melzer und die Arbeitskreis-Vorsitzende Karin Hagendorn entließen die Gäste mit ihren Gruß- bzw. Schlussworten in den ausklingenden Sonntagabend.

 

Foto: von links nach rechts Udo Berke, Madlen Melzer, Matthias Jobst, Reinhard Peter, Bernd Schmargendorf, MdL Ruth Müller, Angelika Wimmer, Karin Hagendorn und 1. Bürgermeister Peter Forstner.

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