
SPD beschäftigt sich mit Wunschliste der Bürger - Delegierte gewählt
Ergoldsbach. „Was wünschen Sie sich für Ergoldsbach ?“ Auf diese Frage konnten die Ergoldsbacher in eine in einer Buchhandlung aufgelegten Liste ihre Anliegen eintragen. Die Mitglieder des SPD-Ortsvereins nahmen diese Anliegen zum Anlass, um bei ihrer jüngsten Versammlung ausführlich über Möglichkeiten und Notwendigkeiten der Umsetzung zu diskutieren. Außerdem wurden die Delegierten für die Aufstellungsversammlung der Landtags- und Bezirkstagskandidaten gewählt.
Sehr häufig nannten die Bürger als Wunsch einen Drogeriemarkt nahe der Ortsmitte, der gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad auch für ältere Mitbürger erreichbar ist. Als dringlicher Wunsch stellte sich die Belebung und Verschönerung des Ortskerns heraus. Der immer noch hohe Lastwagen-Durchgangsverkehr wird von vielen als störend und gefährlich empfunden. Eine diesbezüglich durch die SPD-Fraktion initiierte Durchfahrtssperre wurde in Berlin als chancenlos beschieden. „Wenn die Marktmitte weiterhin vor allem Verkehrsraum bleibt, wird die Entwicklung als Lebensraum schwierig bleiben“, so zweiter Bürgermeister Sebastian Hutzenthaler.
Sehr häufig als Wunsch genannt wurde auch ein Wochenmarkt mit regionalen Anbietern und hochwertigen Bioprodukten. Die SPD-Markträte führten diesbezüglich bereits erste Vorgespräche mit Ausstellern des Rottenburger Wochenmarktes. Ideal geeignet wäre der Viehmarktplatz: Es wäre im vorderen Bereich Platz genug für die Marktstände, im hinteren Bereich wären ausreichend Parkmöglichkeiten. „Wir werden mit Bürgermeister Ludwig Robold sprechen, welche Initiativen dafür von der Marktführung ausgehen könnten“, so Fraktionsvorsitzende Franziska Gruber-Schmid. In ihrem Grußwort ging die Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Ruth Müller auf das weite Feld der Gesundheitspolitik ein. Müller, die im Ausschuss für Gesundheit und Pflege auch für den Bereich der Prävention zuständig ist, stellte das Konzept der „Gesundheitsregionen plus“ vor. Die Bayerische Staatsregierung fördere die Entstehung von regionalen Netzwerken, die die medizinische Versorgung und Prävention verbessern. Als SPD-Kreistagsfraktion habe man deshalb den Antrag gestellt, dass sich der Landkreis – am besten in Zusammenarbeit mit der Stadt Landshut – als „Gesundheitsregion plus“ bewerben solle. Den ersten Schritt in diese Richtung habe der Wirtschaftsausschuss am Montag gemacht, als er den Antrag befürwortet habe. Nun müsse man noch die Stadt Landshut ins Boot holen.
„In unserer Region gibt es zahlreiche Gesundheitseinrichtungen, lokale Akteure, Krankenkassen und Selbsthilfegruppen“, begründete Müller die Initiative der SPD-Kreistagsfraktion. „Wir haben die erste Geriatrie Bayerns und das erste Hospiz Niederbayerns in unserem Landkreis“, stellte Müller Besonderheiten in der Gesundheitsversorgung dar. Hinzu kämen das Kinderkrankenhaus, das Klinikum, das Bezirkskrankenhaus und die drei Krankenhäuser des Landkreises sowie die dazugehörigen Ausbildungsstätten für Gesundheitsberufe in der Region Landshut.
Zudem gebe es zahlreiche Selbsthilfeeinrichtungen zu verschiedenen Krankheitsbildern, aber auch Organisationen in der Region, die sich mit psychischen Erkrankungen beschäftigen, machte Müller deutlich. Die Umsetzung des bayerischen Präventionsplans werde maßgeblich von den „Gesundheitsregionen plus“ gestaltet werden müssen, wusste Müller aus dem Bayerischen Landtag zu berichten und dazu könne die Vernetzung der Versorgungsangebote in der Region ein wichtiger Baustein sein.
Zum Abschluss der Versammlung wurden Ortsvorsitzender Michael Forster und Sebastian Hutzenthaler zu Delegierten für die Aufstellungsversammlung der Landtags- und Bezirkstagskandidaten gewählt.