SPD Adlkofen

Landwirtschaftspolitikerinnen sprechen bei Hoffest zur Direktvermarktung

Veröffentlicht am 28.08.2016 in Landwirtschaft & Forsten

Ruth Müller, MdL, Angelika Wimmer, Rita Hagl-Kehl, MdB und Filiz Cetin

Am Samstag Abend startete das Hoffest auf dem Betrieb der Familie Wimmer in Steinbach (Rottenburg) wieder mit dem traditionellen Vorabendgottesdienst, bei dem auch für die Erntegaben gedankt wurde.

Die Gestaltung übernahm Pfarrer Peter Nauhauser und die musikalische Umrahmung lag in den Händen von Renate Schmidbauer. In seiner Predigt ging Pfarrer Nauhauser auf die wundersame Brotvermehrung ein, die nach wissenschaftlichen Erkenntnissen darauf beruht, dass die Menschen, die auf ihrer Wanderschaft am See Genezareth ankamen, ihren mitgenommen Proviant miteinander teilten. Das Wunder sei insofern zustande gekommen, dass Jesus die Menschen zum Teilen bewegt habe, so Pfarrer Nauhauser. In den Fürbitten baten Angelika Wimmer und Pfarrer Nauhauser im Wechsel um bessere Arbeits- und Lebensbedingungen für die Menschen im ländlichen Raum und in der Landwirtschaft.

 

Die beiden Landwirtschaftspolitikerinnen Ruth Müller, MdL (Pfeffenhausen) und Rita Hagl-Kehl, MdB (Landau / Isar), die auch zugleich die stellvertretende Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion für Landwirtschaft ist, griffen in ihren Grußworten die Fürbitten auf. „Landwirte, Politik und Verbraucher sind gefordert, gemeinsam Lösungen zu finden, damit die Landwirtschaft ein Auskommen von ihrer Hände Arbeit hat“, so Rita Hagl-Kehl, MdB. Sie forderte die Besucherinnen und Besucher des Hoffestes auf, die Angebote der Direktvermarktung wahrzunehmen, die es in der Region gebe. Dadurch erhalten die Verbraucher einen Bezug zur Landwirtschaft und schätzen die Lebensmittel, die dort produziert werden wieder nach ihrem wahren Wert ein.

 

Auf die Situation der Milchbauern, die seit Herbst 2014 keine kostendeckenden Erlöse für die hochwertige bayerische Milch mehr erzielen, ging Ruth Müller, MdL ein. Nur mit einer Mengensteuerung könne ein Höfesterben ungeahnten Ausmaßes verhindert werden, so Müller. Der trockene Sommer 2014 treibe allerdings auch den Waldbauern die Sorgenfalten auf die Stirn, so Müller. Der Borkenkäferbefall werde dazu führen, dass die Holzpreise noch stärker unter Druck geraten. Was die Direktvermarktung betreffe, sei hier noch „viel Luft nach oben“, so Müller. Laut den Angaben ihrer aktuellsten Anfrage sei in den letzten sechs Jahren kein einziger Euro an Fördergeldern für Diversifizierung in den Landkreis Landshut geflossen.

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