
SPD diskutiert bei Fischessen über wichtige Projekte
Vilsbiburg. „Der Landkreis Landshut betreibt drei Krankenhäuser die wichtig sind, um für alle Bürger der 35 Gemeinden wohnortnah erreichbar zu sein.“ Mit diesen Worten eröffnete beim traditionellen Fischessen ihrer Partei die Landtagsabgeordnete und Landratskandidatin Ruth Müller ihre Betrachtungen zu einem eher ernsten Thema. Die Kliniken deckten nicht nur an 365 Tagen im Jahr die medizinische Grundversorgung ab, sie hätten sich darüber hinaus auch noch auf Spitzenmedizin spezialisiert. In der ehemaligen Kreisstadt Vilsbiburg würden alle Probleme rund um Hüfte und Knie auf höchsten Niveau behandelt. Hinzu komme die weit und breit geschätzte Schmerztherapie. Es sei auch zu begrüßen, das die Abteilung der Geburtshilfe wieder neuen Schwung gewonnen habe. In der Person des Zweiten Bürgermeisters Johann Sarcher, der in dem entsprechenden Ausschuss mitarbeite, habe das Krankenhaus Vilsbiburg einen sehr engagierten Fürsprecher.
Die Rednerin stelle eine sozialdemokratische Grundüberzeugung heraus: „Ein Krankenhaus muss keinen Gewinn machen, sondern sei für die Menschen da.“ Dieses Prinzip lasse sich der Landkreis Landshut etwa 48 Euro pro Einwohner und Jahr kosten. Zum Wohl der Patienten sei dies gut angelegtes Geld. Dort wo man Kliniken privatisiert habe, regiere nur der Einfluss der Investoren die für ihren Einsatz Rendite sehen wollten. Dies müsse zwangsläufig zu Lasten der kleinen Häuser und nicht zuletzt der kranken Menschen gehen.
Auf den Bildungsbereich hatte sich die Bürgermeisterkandidatin Sibylle Entwistle konzentriert. Wenn man sich die stark angestiegene Zahl von Kleinkindern anschaue, könnte man erkennen, wo die künftigen Aufgaben der Stadt lägen. Es müsse alles getan werden, um dem Nachwuchs das bestmögliche Rüstzeug auf den Weg zu geben und damit automatisch den Standort Vilsbiburg zu stärken. „Investitionen in die Bildung sind gleichzeitig Wirtschaftsförderung“, stellte die Kandidatin fest. Konkret forderte Entwistle bauliche Maßnahmen rund um die Grundschule. Im Bildungsangebot seien die so genannten MINT-Fächer, nämlich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik in allen Schulen besonders zu fördern. Mit diesem Fächerangebot erhielten die Schüler nicht nur technische, sondern auch handwerkliche Fähigkeiten und so schaffe Verbindungen zu den entsprechenden Betrieben. „Wir Vilsbiburger sind uns unserer Stärken bewusst und müssen jede Chance nutzen, unserer Jugend für ihre Zukunft das bestmögliche Rüstzeug mit auf den Weg zu geben“, schloss die Bürgermeisterkandidatin ihre Ausführungen.