Mailoffensive für eine bessere Unterrichtsversorgung an den bayerischen Schulen
Kleinere Klassen, mehr Ganztagsschulangebote und weitere Anstrengungen bei der Inklusion lassen sich nicht mit weniger Lehrern bewerkstelligen. Noch immer gibt es an bayerischen Gymnasien und Realschulen 1.600 Klassen mit mehr als 31 Schülern. Die Landtags-SPD stellt nun auf der Internetseite www.schule-retten.de einen Musterprotestbrief an die CSU-Staatskanzlei bereit. Darin heißt es, es dürfe „bis 2018 keine einzige Lehrerstelle an bayerischen Schulen verloren gehen“.
In einer Anfrage zum Plenum mit dem Titel “Demografische Rendite aus dem Schülerrückgang“ will die Landshuter Abgeordnete Ruth Müller von der Staatsregierung wissen, wie sich der Schülerrückgang der letzten drei Jahren im Vergleich zu heuer in den Landkreisen Landshut, Straubing-Bogen und Dingolfing-Landau gestaltet hat. Sie fragt auch danach, wie viele Lehrerinnen und Lehrer -getrennt nach Schularten (inklusive FH Landshut ) in den genannten Landkreisen in den Schuljahren 2010/2011, 2011/2012, 2012/2013 unterrichtet haben und 2013/2014 unterrichten.
„Die CSU will mit Tricksen, Tarnen und Täuschen von ihren Kürzungsplänen ablenken“, kritisiert SPD-Landtagsfraktionschef Markus Rinderspacher den Stellen-Verschiebebahnhof im Spaenle-Ministerium: „An den Hochschulen Löcher zu stopfen, um an den Schulen weitere Löcher aufzureißen – das ist völlig inakzeptabel.“ Die Lehrerstellenkürzungen an den bayerischen Schulen seien „ein Akt der Unvernunft“, so Rinderspacher und fordert: „Schluss mit der chaotischen Kulissenschieberei!“
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