
im Bienenhaus mit Imker Klaus Hexel
Bienen brauchen mehr Schutz und Lobbyarbeit

Bienen brauchen mehr Schutz und Lobbyarbeit
Unter dem Motto „Bedrohte Honigsammlerinnen“ besuchten SPD-Politiker aus der Region den Imker Klaus Hexel in Siegenburg um sich über die Situation der Imker und Bienen aus erster Hand zu informieren.
Die beiden Kreisvorsitzenden aus Kelheim und Landshut, Johanna Werner-Muggendorfer, MdL und Ruth Müller waren gemeinsam mit SPD-Mitgliedern aus der Region im weitläufigen Garten von Klaus Hexel, dem passionierten Hobby-Imker zu Gast. „Normalerweise summt es hier um diese Jahreszeit“ – aber am heutigen Regentag verlassen die Bienen ihren Stock nicht, so Hexel, der vor fünf Jahren mit dem imkern begonnen hat. Der Zusammenhalt unter den Imkern sei hervorragend und ein „Jung-Imker“ werde von den anderen Vereinsmitgliedern gerne unterstützt und aufgenommen. Diese Sichtweise konnte auch Imker Konrad Schlemmer bestätigen, denn hier gebe es kein Konkurrenzdenken.
12 Bienenvölker hat Hexel in seinem Garten und er hat ein eigenes „Honigreich“ geschaffen mit Bienenhaus und viel Liebe zum Detail. Die zunehmende Monokultur belastet die Artenvielfalt und damit auch die wertvolle Arbeit der Bienen. Denn Honigbienen garantieren durch die Bestäubung in einem hohen Maße den Fruchtertrag in der freien Natur und damit auch die Ernährung vieler Wildtiere, führte Hexel aus.
Johanna Werner-Muggendorfer, die selbst Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins in Neustadt ist, konnte dem nur beipflichten: „Eine flächendeckende Imkerei ist unabdingbar für den Erhalt der Artenvielfalt in Flora und Fauna“.
Große Probleme habe man mit der Varoa-Milbe, die viele Bienenvölker zerstöre, so Hexel. Umso wichtiger sei es, die Nachwuchsarbeit der Imker zu unterstützen und beispielsweise in den Schulen das Wahlfach „Imkern“ anzubieten.
Die bayerische SPD hat in den vergangenen Jahren einige Anträge und Initiativen gestellt, so beispielsweise den Beitritt des Freistaats Bayern zum Netzwerk gentechnikfreier Regionen gestellt. Um das Bienensterben zu verhindern, sei ein Verbot der hochtoxischen clothianidinhaltigen Pflanzenschutzmittel im Mais- und Rapsanbau vonnöten, so die Landtagsabgeordnete. „In unserem eigenen Interesse an einer gesunden Umwelt haben die Bienen unseren Schutz verdient“, stellte die Landshuter Kreisvorsitzende Ruth Müller abschließend fest.
Homepage Ruth Müller