SPD Adlkofen

Hutzenthaler will Bürgermeister werden

Veröffentlicht am 27.05.2013 in Ortsverein

Sebastian Hutzenthaler (Mitte) ist der Bürgermeisterkandidat der SPD Ergoldsbach

SPD-Ortsverein nominiert seinen Kandidaten einstimmig - Handlungsfelder vorgestellt

Sebastian Hutzenthaler ist Bürgermeisterkandidat der SPD bei der Kommunalwahl 2014. Dafür sprachen sich die Mitglieder einstimmig aus. Bei der Nominierung zeigten sie sich geschlossen und entschlossen, Ergoldsbach zu gestalten. Von Seitenhieben auf den politischen Gegner war im Gasthaus Dallmaier keine Spur.

Hutzenthaler dankte den 18 Mitgliedern sowie einem Bürger - zur Wahl waren alle Ergoldsbacher zugelassen - für das Votum. "Ein besseres Ergoldsbach kommt nicht von allein", sagte er und stellte Themen vor, bei denen er Handlungsbedarf sieht. Den Ortskern gestalten, Gewerbeflächen im Zuge der B15 neu planen und das soziale Auseinanderdriften der Gesellschaft verhindern, gehören dazu. Das kulturelle Leben soll nach seiner Meinung einen angemessenen Stellenwert erhalten. "Wir werden ein Treffen organisieren für alle Kulturschaffenden, um herauszufinden, wo der Schuh drückt", führte er aus. Aber auch Neubürger, insbesondere der Baugebiete, rückt Hutzenthaler in den Fokus. Sie zu integrieren und emotional für den Markt zu gewinnen, sei ihm ein Anliegen.

Im Zuge des demografischen Wandels müsse die Kommune ideale Bedingungen sowohl für Familien mit Kindern als auch für Senioren schaffen. Der Antrag der SPD, die Grüngutcontainer auf dem Bauhof ebenerdig zugänglich zu machen, gehe in diese Richtung.

Sebastian Hutzenthaler, der die Mittelschule Landshut-Schönbrunn leitet, trat der SPD Ergoldsbach 2004 bei. Seit diesem Jahr ist er Vorsitzender des Ortsverbands. Bei der Kommunalwahl 2008 kandidierte er erstmals. Zwar verfehlte er das Bürgermeisteramt, holte aber - als nach seiner Aussage "ziemlicher Debütant auf dem kommunalpolitischen Parkett" - die zweitmeisten Stimmen der Marktgemeinderäte. Bei den meisten kommunalpolitischen Entscheidungen spiele Parteidenken keine Rolle, erklärte Hutzenthaler. "Ich sehe mich nicht als unparteiischen, sehr wohl aber als überparteiischen Kandidaten."

Die SPD stellt derzeit drei Marktgemeinderäte. "Sie verfolgen keine Hau-drauf-Politik, sondern eine Politik der Gestaltung, der Innovation und der Nachhaltigkeit, um Ergoldsbach weiter zu bringen", lobte Michael Forster, stellvertretender SPD-Ortsvorsitzender. "Demokratie lebt dann, wenn Menschen sie gestalten", sagte er. Ziel für die Kommunalwahl sei es sowohl, die SPD-Fraktion im Marktgemeinderat mit mehr Mandaten zu stärken als auch den Bürgermeister zu stellen. "Ich bin persönlich zuversichtlich, dass wir diese Hürde packen werden", betonte Forster und bestärkte den SPD-Kandidaten: "Aufgrund deiner Lebenserfahrung, deines Berus, deiner Kompetenz und deines Sachverstands bist du der einzig richtige."

Dem pflichtete auch Franziska Gruber-Schmid bei, die mit Hutzenthaler im Marktgemeinderat sitzt. Sie habe ihn als tatkräftig kennengelernt, der alle Menschen unabhängig von Parteizugehörigkeit einbinde und im Markt gut vernetzt sei. Zudem sei er als Rektor darin erfahren, eine Behörde zu leiten.

Würde Hutzenthaler 2014 zum Bürgermeister gewählt, hätte er bereits einen Paten. Franz Göbl, Bürgermeister in Buch, würde ihn in der Anfangszeit begleiten. Heutzutage gehe es laut Göbl in der Kommunalpolitik nicht mehr nur um Wasser, Kanäle und Straßen. Die Energieversorgung müsse mit den Betrieben geplant werden. Die Bevölkerungsentwicklung erfordere eine umfassende Analyse der Gemeindestruktur, um dann Einrichtungen zu schaffen und Weichen für die Besiedlung zu stellen. "Ich bin der Meinung, dass du diese Themen beherrscht. Ergoldsbach könnte mit dir einen äußerst guten Bürgermeister gewinnen", sagte Göbl.

Vertrauen ist das Credo von SPD-Kreisvorsitzender Ruth Müller, die die Nominierung leitete. "Wir werden gefragt, warum denn die eine Entscheidung so getroffen wurde, wann die Straßensanierung abgeschlossen ist oder ob es genügend KiTa-Plätze gibt. "Unsere Antworten hierzu müssen glaubwürdig sein", betonte Müller. "Denn wir treffen dieselben Leute über kurz oder lang wieder und werden deshalb an unseren Aussagen gemessen.". Mit einem Augenzwinkern wünschte Müller Sebastian Hutzenthaler für die Wahl 2014 das schlechteste Ergebnis von Christian Ude als Münchner Oberbürgermeisterkandidat: 61 Prozent.

Landshuter Zeitung, 27. Mai 2014 / Barbara Vetter

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