SPD Adlkofen

Herausforderungen gemeinsam angehen

Veröffentlicht am 17.09.2015 in Wahlkreis

Kräfte bündeln, um die Integration von Flüchtlingen erfolgreich zu bewältigen

Die aktuelle Zuwanderungswelle war Anlass für das Gespräch, das MdL Ruth Müller und Landrat Peter Dreier mit der Leiterin der Agentur für Arbeit Maria Amtmann in dieser Woche geführt haben.

Trotz der sehr guten Situation auf dem heimischen Arbeitsmarkt mit einer Arbeitslosenquote von 2,6 Prozent und stetig anwachsender Beschäftigung, sind die stark gestiegenen Flüchtlingsströme für den Landkreis Landshut, das Jobcenter und die Agentur für Arbeit eine große Herausforderung.

Unterbringung und Versorgung, Vermittlung in Arbeit oder Ausbildung oder auch die  Integration von Kindern in den Schulen sind nur einige Aufgaben, die derzeit in der Region geschultert beziehungsweise angegangen werden müssen.

„Unser Erleben in den Agenturen und Jobcentern ist, dass die Motivation und der Arbeitswille der Schutzsuchenden sehr hoch sind. Unabdingbare Voraussetzung für eine arbeitsmarktliche Integration ist jedoch das Erlernen der deutschen Sprache. Der überwiegende Teil der Menschen hat diese Voraussetzung noch nicht. Aufgrund der intensiven Arbeit von unterschiedlichen Einrichtungen, aber gerade auch aufgrund des großen Engagements ehrenamtlicher Helfer werden jedoch gute Fortschritte erzielt. Wir werden in die berufliche Weiterbildung und Qualifizierung dieser Menschen investieren, denn hier sind Potenziale vorhanden, die wir mittel- und langfristig in unserer Region auf dem Arbeitsmarkt einsetzen können. Wir bauen dabei auch auf die bereits signalisierte Bereitschaft der Arbeitgeber sich einzubringen und diesen Zuwanderern auf dem Arbeitsmarkt eine Chance zu geben“, so Maria Amtmann.

Landrat Peter Dreier hofft, dass die Integration der Erwachsenen nach den Sprachkursen und fachlichen Qualifizierungen genauso gut verlaufen wird wie bei den jugendlichen Asylbewerbern, die die Berufsintegrationsklassen in den Berufsschulen absolviert haben. Über 2 Jahre hinweg erlernen die jungen Menschen dort die deutsche Sprache und können sich beruflich orientieren. Die ersten Jugendlichen haben diese zweijährige Phase an der Berufsschule bereits abgeschlossen und in großer Zahl eine Ausbildung oder eine Einstiegsqualifizierung begonnen. „Dies zeigt“, so Peter Dreier „dass bei entsprechender Unterstützung die Integration von ausländischen Mitbürgern gut funktionieren kann. Auch wenn mir bewusst ist, dass die Integration der Flüchtlinge kein Selbstläufer, sondern eine wahre Mammutaufgabe ist, vermitteln mir die Signale in der Region Zuversicht, dass dies gelingen kann. Warum sollte das, was bei den Jugendlichen gelingt, nicht auch bei den Erwachsenen greifen?“

Unerlässlich ist dabei nach Einschätzung von MdL Ruth Müller ein verzahntes und abgestimmtes Arbeiten aller Einrichtungen und Behörden. Aber auch die Information von Arbeitgebern, die jugendliche und auch erwachsene Migranten beschäftigen möchten, hält sie für absolut erforderlich. Häufig bestehen Unsicherheiten darüber, welche Möglichkeiten zur Beschäftigung von ausländischen Kräften bestehen und auch welche rechtlichen Rahmenbedingungen zu beachten sind. 

Aus diesem Grund findet im Oktober 2015 im Landratsamt Landshut eine Veranstaltung statt, bei der interessierte Arbeitgeber informiert werden über Voraussetzungen, Möglichkeiten, Wege und Unterstützung bei der Beschäftigung von Flüchtlingen.

Homepage Ruth Müller