
Equal-Pay-Day muss künftig am 31. Dezember stattfinden!

Equal-Pay-Day muss künftig am 31. Dezember stattfinden!
“In Bayern müssen Frauen noch länger arbeiten als im Rest der Bundesrepublik, um den gleichen Lohn wie ihre männlichen Kollegen zu erhalten“, so Ruth Müller, die stellvertretende Vorsitzende der SPD Niederbayern und Kreisrätin im Landkreis Landshut.
Der equal pay day, der heute stattfindet, markiert den Tag, bis zu dem die Frauen im Bundesdurchschnitt weiterarbeiten müssen, um das gleiche Gehalt zu bekommen, das ihre männlichen Kollegen bereits am 31.12.2012 erhalten haben. In Bayern dürfte der Tag allerdings erst am 5. April stattfinden, da die bayerische Lohndifferenz zwischen Männern und Frauen 26% beträgt, im Gegensatz zum Bundesdurchschnitt, der bei 22% liegt. Ein Grund der Lohndifferenz liege auch in der unterschiedlichen finanzielle Wertschätzung der Arbeiten von Frauen und Männern. Typische Frauenberufe im sozialen, gesundheitlichen oder pädagogischen Bereich sind meist schlechter bezahlt und müssten ihrer gesellschaftlichen Bedeutung entsprechend anerkannt und besser entlohnt werden.
„Der Dienst am Menschen muss mehr wert sein“, so Ruth Müller. Ein erster Schritt hierzu wäre die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns von 8.50 Euro / Stunde. Niedriglöhne ergeben Niedrigrenten und gerade in Niederbayern liegen die Renten von Frauen mit durchschnittlich 440 Euro noch einmal deutlich unter dem Landesdurchschnitt von 517 Euro. „Wir müssen heute dafür sorgen, dass mit dem Alter nicht die Armut kommt“, so Müller. Es wird Zeit, dass auch in Bayern die Leistungen der Frauen in der Arbeitswelt angemessen honoriert werden. Ziel müsse es sein, den equal pay day nach vorne zu verschieben. Am besten auf den 31.12.!
Homepage Ruth Müller