Veränderte Lebensmodelle verlangen neue Antworten
Längere Abwesenheiten von zuhause von Eltern und Kindern machen ein gemeinsames Mittagessen häufig schwer. Umso wichtiger ist es, dass die gesunde Ernährung unserer Schulkinder in allen Bildungseinrichtungen gewährleistet wird.
Jedes Jahr werden Aktionen im Rahmen des Bayerischen Präventionsplans durchgeführt, sei es zur Diabetes, zur Kindergesundheit oder zur besseren Ernährung bei Außer-Haus-Verpflegung. Mit einem guten und abwechslungsreichen Essensangebot in den Schulen erreichen wir einen nachhaltigen Lerneffekt, der von den Schulen in die Familien wirken kann und die Ernährungsbildung, die in den KiTas beginnt, fortführt.
Das Schulfruchtprogramm ist in Bayern ein Erfolgsmodell. Die SPD-Landtagsfraktion hat 2014 den erfolgreichen Antrag gestellt, das Programm auf Kindertageseinrichtungen auszuweiten. Nicht nur Schüler, sondern auch Kindergartenkinder erhalten nun einmal wöchentlich kostenlos Obst und Gemüse geliefert.
Mit der auf EU-Ebene beschlossenen Zusammenführung der bisher getrennten Schulprogramme für Milch, Obst und Gemüse eröffnen sich neue Handlungsspielräume. Von diesen können unsere Kinder und Jugendlichen, aber auch unsere Landwirte in Bayern profitieren. Wir können hier auch für unsere krisengeschüttelten Milchbauern und –bäuerinnen ein deutliches Zeichen setzen, dass wir sie nicht nur mit Worten sondern durchaus mit praktischen Initiativen unterstützen.
Gerade bei der Schulverpflegung muss Wert auf die Verwendung von regional, saisonal und ökologisch erzeugten Lebensmittel gelegt werden, die am besten frisch vor Ort zubereitet werden. Gutes Essen gibt es nicht zum Nulltarif und damit alle Kinder, unabhängig vom Geldbeutel der Eltern oder der Finanzkraft einer Kommune daran teilhaben können, muss das Schulessen staatlich subventioniert werden. Die Schulfamilien sind aber auch dafür verantwortlich, dass in den Kiosken gesunde Pausensnacks angeboten werden und so der Zuckerkonsum reduziert wird.