
SPD-Aktive-Bürger stellen Stadtratsliste auf – viele Ortsteile vertreten

SPD-Aktive-Bürger stellen Stadtratsliste auf – viele Ortsteile vertreten
Franz Gumplinger einstimmig als Bürgermeisterkandidat nominiert
Wahlbündnis SPD-Aktive-Bürger stellt Stadtratsliste auf – viele Ortsteile vertreten
Im Vorfeld mehrerer Vorbereitungstreffen im Café „Altes Rathaus“ hat das Aktionsbündnis „SPD-Aktive Bürger“ eine Liste für die Kommunalwahl 2014 aufgestellt. Es stehen zehn Kandidaten aus verschiedenen Berufsgruppen und Ortsteilen darauf. Die Hälfte davon sind Frauen. Bewusst einbezogen wurden dabei auch fünf Bürger, die der SPD nahe stehen, aber nicht Mitglied in der Partei sind. Entsprechend dem Leitspruch „Demokratie lebt vom Mitmachen“, kam Franz Gumplinger dem Wunsch der Stadtratskandidaten nach und stellte sich als Bürgermeisterkandidat zur Verfügung.
Als starkes Symbol für den geplanten Sprung der Kandidaten ins Rathaus an der Neufahrnerstraße bezeichnete Franz Gumplinger den Aufstellungsort für die SPD-Liste im „Alten Rathaus“ aus dem Jahr 1885. Es habe sich gelohnt, sagte Gumplinger in seiner Bewerbungsrede zum Bürgermeisterkandidaten, mit den Listenbewerbern bei mehreren Vorbereitungstreffen über deren Ideen, Motivationen und Wertvorstellungen zu diskutieren. Der 63jährige wurde von der Versammlung einstimmig zum Anwärter auf das Bürgermeisteramt gewählt.
Wie die Kandidaten von „SPD-Aktive Bürger“ will sich Gumplinger aus einer christlichen Grundeinstellung heraus für das Wohl der Gemeindebürger, insbesondere auch für sozial benachteiligte Menschen einsetzen. In seinem Engagement für den Erhalt der bäuerlichen Familienbetriebe in den Ortsteilen und einen flächendeckenden Schutz des Grundwassers sieht Gumplinger einen notwendigen Beitrag für den Erhalt der artenreichen Schöpfung und den Schutz der menschlichen Lebensgrundlagen für kommende Generationen. In diesem Sinne liegen dem Bürgermeisterkandidaten, neben einer zukunftsfähigen Stadtentwicklung, viele weitere Themen am Herzen, wie etwa der Klimaschutz vor Ort und die kommunale Wertschöpfung bei der Umsetzung der Energiewende sowie die Schaffung zukunftsfähiger Arbeitsplätze.
Mit mehreren Jahrzehnten Berufserfahrung in verantwortungsvollen Führungsfunktionen als Werkmeister der Firma Agfa und in den Landshuter Werkstätten sowie mit 18 Jahren aktiver Stadtratsarbeit im Rücken freue er sich auf die mit der Bürgermeisterkandidatur verbundene Herausforderung. „Auf keinen Fall will ich gegen jemanden kämpfen“, betonte Gumplinger, der sich ehrenamtlich für die Rottenburger Tafel engagiert, abschließend. Er wolle den Begriff „Wahlkampf“ durch das „Bemühen um einen fairen Wettbewerb um die besseren Ideen“ ersetzen.
Gemeinsam mit dem SPD-Arbeitskreis Labertal habe man in den vergangenen Jahren viele Aktionen in der Region durchgeführt, Ausstellungen organisiert und so das kulturelle Leben mit politischen Gesichtspunkten bereichert.
In seiner Begrüßungsrede hatte SPD-Ortsvorsitzender Maximilian Neumeier zuvor auf die Bedeutung der SPD hingewiesen. „Wir sind in vielerlei Hinsicht aktiv für die Stadt Rottenburg“, betonte er. Neumeier erinnerte daran, dass die SPD nicht nur in Bayern und im Bund sondern auch in der Stadt Rottenburg die älteste Partei sei.
Das Votum der SPD-Mitglieder für die große Koalition habe sich als Rückenwind für die Kommunalwahlen erwiesen, betonte MdL Ruth Müller. Im Gegensatz zu regional beschränkten Gruppierungen sei man als SPD auf Landes-, Bundes- und Europa-Ebene vertreten und könne das Leben der Menschen dadurch nachhaltig verbessern. Schließlich würden viele soziale Errungenschaften der Geschichte auf die Sozialdemokraten zurückgehen, so Müller.
Die Rottenburger Kandidaten von SPD-Aktive Bürger seien in vielen Vereinen und Organisationen verankert und hätten durch ihr ehrenamtliches Engagement in Kirche, Politik und Gesellschaft deshalb auch das „Ohr am Bürger“, erklärte Hans Weigl. Der langjährige Stadtrat, der 2014 nicht mehr antritt, sieht bei seiner Partei eine gute Chance, Neueinsteigern eine interessante Perspektive in der Kommunalpolitik zu bieten. „Mit neuen Stadträten werden auch neue Ideen ins Kommunalparlament einziehen“, sagte er und fügte an, dass die Liste mit Angestellten und Selbständigen, Beamten, Landwirten und Handwerkern oder Vertretern sozialer Berufe den Querschnitt der Bevölkerung abbilde.
Ruth Müller freute sich, dass „50 Prozent der Kandidaten weiblich sind“. Die SPD sei die Partei, die nicht nur für das Frauenwahlrecht gekämpft hat, sondern es auch vor rund 100 Jahren eingeführt habe und so den Frauen eine Stimme in den Parlamenten gegeben habe“, erinnerte die Kreisvorsitzende.
Die Kandidaten nutzen die Gelegenheit, sich und ihre Ziele und Ideen für die Stadtratswahl vorzustellen. Die von der Vorstandschaft erarbeitete Liste wurde im Anschluss in geheimer Wahl einstimmig verabschiedet:
Homepage Ruth Müller