SPD Adlkofen

Frank-Walter Steinmeier stellte sich den bayerischen Wahlmännern und –frauen vor

Veröffentlicht am 08.02.2017 in Landespolitik

„Ich will ein Mutmacher sein und werde parteiisch für die Demokratie kämpfen“

Auf Einladung der SPD-Landtagsfraktion besuchte der Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten, Frank-Walter Steinmeier am Dienstagnachmittag den bayerischen Landtag. Der Fraktionsvorsitzende Markus Rinderspacher hatte dazu alle bayerischen Wahlmänner und –frauen der Landtagsfraktionen und die bayerischen Bundestagsabgeordneten sowie die außerpolitischen Wahlmänner, wie beispielsweise Marcus H. Rosenmüller eingeladen, damit sie sich ein Bild von dem gemeinsamen Kandidaten von SPD und Union machen können. Auch die Pfeffenhausener Landtagsabgeordnete Ruth Müller, die am Wochenende in Berlin bei der Wahl dabei ist, nutzte die Gelegenheit, den beliebten Politiker zu treffen.

„Ich bin nicht als Außenpolitiker geboren worden, sondern in der Kommunalpolitik groß geworden“, machte Frank-Walter Steinmeier eingangs deutlich. Und er habe auch als Bundestagsabgeordneter stets den Kontakt zu jungen Menschen gesucht, die sich dann beispielsweise in Schulprojekten mit gemeinsam erarbeiteten Themen beschäftigt hätten. Bei seinen vielen Reisen im In- und Ausland sei ihm aber auch bewusst geworden, dass es einen Unterschied zwischen der Innen- und Außenwahrnehmung unseres Landes gebe. Weltweit erfahre er immer wieder Anerkennung für die Wirtschaftskraft, die soziale Sicherheit und den Zusammenhalt unseres Landes, während er im Inland sehr häufig mit Kritik konfrontiert werde. Es gebe im ganzen Land unzählige Menschen, die sich für andere engagieren, ihre Talente und Ideen einbringen und so unser Land stark machen. Ihnen müsse man danken, so Steinmeier.

„Wenn ich nach 14 oder 16 Stunden noch immer gut gelaunt nach Hause komme, muss ich nur in meinen Facebook-Account schauen und meine gute Laune verschlechtert sich“, sprach er den rauer werdenden Umgangston in sozialen Netzwerken an. Mittlerweile treten „gefühlte“ und „alternative Wahrheiten“ in Konkurrenz mit anderen Meinungen und Fakten und tragen so dazu bei, die Demokratie zu untergraben. „Der Kern der Demokratie ist es jedoch, neben dem Ringen um die beste Lösung, den Respekt vor den Menschen und den gemeinsamen Werten nicht zu verlieren“, mahnte Steinmeier. Es gebe derzeit viele Fliehkräfte, die unsere Demokratie infrage stellen. „Ich will auch als Bundespräsident das Gespräch mit allen Menschen suchen und nicht nur mit Gleichgesinnten sprechen“, so Steinmeier. Es werde immer wichtiger, Politik besser zu erklären, denn in einer Welt, die immer komplizierter werde, könnten die Lösungen nicht einfacher werden. Die Zeiten seien nicht einfach, aber auch deshalb müsse man sich an die Geschichte erinnern, die immer wieder gezeigt habe, dass unser Land mit seinen Bürgerinnen und Bürgern immer wieder die Kraft gefunden habe, sich aus Krisen zu befreien. Und diese Geschichte könne Mut und Vertrauen geben. „Ich will als Bundespräsident ein Mutmacher und kein Vereinfacher sein“, rief Steinmeier den bayerischen Wahlmännern und –frauen im Plenarsaal des Maximilianeums in München zu.

Homepage Ruth Müller