SPD Adlkofen

„Faser für Faser wird eine Idee zum Papier“

Veröffentlicht am 20.07.2017 in Allgemein

Pfleiderer - ein Unternehmen mit Tradition

Gemeinsam mit der Abgeordneten Johanna Werner-Muggendorfer - Mitglied des Petitionsausschusses des Bayerischen Landtags - besuchten die beiden Landtagsabgeordneten Ruth Müller und Johanna Werner-Muggendorfer im Rahmen ihrer Sommerreise die Firma Pfleiderer Spezialpapiere in Teisnach. Begleitet wurde sie von der Teisnacher Bürgermeisterin Rita Röhrl.

Bei der Firma Pfleiderer Spezialpapiere handelt es sich um ein mittelständisches Privatunternehmen und um einen seit über 100 Jahren zuverlässigen Arbeitgeber in Teisnach.

„Die Papierfabrik ist die Wiege von Teisnach“, so Manfred Brückl, Geschäftsführer von Pfleiderer Spezialpapiere. „Ohne sie wäre Teisnach nicht so vorzufinden, wie wir es heute tun.“ Das Unternehmen blickt auf eine langjährige Historie zurück. Es war verantwortlich für einen raschen Bevölkerungszuwachs und den zügigen Ausbau der Infrastruktur in der Region.


„Die Papierfabrik brauchte dringend Leute, auch Frauen, die in der Fabrik arbeiteten. Deshalb wurde mit großer finanzieller Beteiligung der Papierfabrik bereits im Jahr 1903 der Kindergarten in Teisnach gebaut und ist damit einer der ältesten Einrichtungen im Landkreis Regen“, so Bürgermeisterin Rita Röhrl. Dem Betrieb wurde für seine Leistungen auch vom Landkreis Regen erst vor kurzem das Arberland-Premium-Siegel verliehen, was sie besonders stolz mache.


Der traditionelle Betrieb fertigt seit 1881 auf drei Papiermaschinen jährlich mehr als 38.000 Tonnen Papier. Das Sortiment umfasst dabei über 100 Spezialsorten, welche für die Herstellung von maßgeschneiderten Papierlösungen verwendet werden. Die Landtagsabgeordnete Ruth Müller staunt über solch eine wechselvolle Unternehmensgeschichte: „Es ist beeindruckend, wie die Existenz einer Firma eine Gemeinde wie Teisnach mitgestalten und prägen kann.“ Ferner lobte sie die umsichtige vorausschauende Arbeitsweise der Geschäftsführer, welche den Betrieb immer wieder durch die Wirren der Geschichte begleitete.

„Unsere Papiere hat jeder in der Hand, sei es beim Schuhkauf, denn das schwarze Trennpapier wird in Teisnach hergestellt oder auf dem Frühstückstisch, wenn die Butter ausgepackt wird“, machte Geschäftsführer Brückl anhand praktischer Beispiele deutlich.

Handwerk wird hier noch groß geschrieben

Wie die Politiker bei ihrem Besuch erfuhren, beschäftigt das Unternehmen derzeit ein Team von rund 220 MitarbeiterInnen, die an der permanenten Optimierung der Produktlinien mitwirken. Die Konzentration liegt hierbei vor allem auf der Produktion von individuellen Spezialprodukten und Nischenprodukten.

Die Anfertigung ist dabei genauso abwechslungsreich wie die kundenspezifische Bestellung. Da neben der maschinellen Herstellung auch auf das traditionelles Handwerk eines Papiertechnologen zurückgegriffen werden kann, gelingt es dem Unternehmen kennzeichnende Kundenwünsche innovativ und in geringeren Mengen herzustellen.

Aber nicht nur effektive individuelle Produktionsentwicklung ist der Firma wichtig, sondern auch eine umweltfreundliche und nachhaltige Arbeitsweise stehen an erster Stelle. Daher wird der Einsatz von Chemikalien auf das Nötigste begrenzt, Energie- und Wasserverbrauch so sparsam wie möglich genutzt und Produktionsabfälle bei der Fertigung von Recyclingpapieren wiederverwertet.

Der langjährige Pfleiderer Mitarbeiter Werner Schlagintweit begleitete die Politiker bei einem Rundgang über das Produktionsgelände und verhalf ihnen, sich einen kompakten Eindruck über die einzelnen Produktionsschritte von der Faser hin zum fertigen Rohprodukt Papier zu verschaffen.

Homepage Ruth Müller