SPD Adlkofen

Elektrisch mobil zur Messe

Veröffentlicht am 14.03.2017 in Umwelt

Länderübergreifende Sternfahrt feiert am 25. März auf der Umweltmesse Premiere

Vom 24. bis zum 26. März geht die Landshuter Umweltmesse über die Bühne. Zum Angebot gehört am 25. März der Tag der Elektromobilität (E-Mobilität), der erstmals mit einer internationalen Sternfahrt eingeläutet wird. Schirmherren der Messe sind Oberbürgermeister Alexander Putz (FDP) und Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD). Ihr Parlamentarischer Staatssekretär und derzeitiger Bayern-SPD-Chef Florian Pronold nahm gestern an der Pressekonferenz im Umweltzentrum in Auloh teil, wo das Programm des Elektromobilitäts-Tags vorgestellt wurde.

Zur Sternfahrt werden E-Mobilisten aus Süddeutschland, Österreich und Tschechien erwartet. Wer mitmacht, kann gewinnen. Der erste Preis besteht in einem Rundflug für zwei Personen, der am Flugplatz Ellermühle startet. Der Flug wird allerdings nicht mit einem E-Flugzeug, sondern einem herkömmlich betriebenen bestritten. Das hat Alois Esterl zufolge damit zu tun, dass bislang nur einsitzige Modelle zur Verfügung stünden. In ein paar Jahren soll das aber anders werden. Esterl, der auf dem Flugplatz eine Firma betreibt, sagte gestern, dass er sich seit dem Besuch der Umweltmesse vor zwei Jahren nichts anderes als ein E-Auto vorstellen könne. Seine Frau und er hätten mit ihrem neuen Wagen schon rund 10 000 Kilometer gefahren.

Um auch andere Menschen zu begeistern, gibt es Vorträge rund ums Thema. Außerdem präsentieren die Aussteller und die Sternfahrer auf der Messe unter anderem ihre E-Autos, E-Bikes und entsprechende Nutzfahrzeuge. „Daisy“ ist aber nicht mit von der Partie. So heißt der Bolide des Rennwagen-Teams „LA eRacing“ der Hochschule Landshut. „Daisy“, die aktuelle Version, wird für Rennen benötigt. Deshalb wird ein Vorgänger namens „Betty“, bei der Umweltmesse zu sehen sein, wie Patrick Mack vom Hochschul-Team sagte. Die Besucher können das Angebot aber nicht nur betrachten, sondern auf einem Parcours auf dem Gelände auch selbst ausprobieren. Zum Angebot gehört auch ein Quiz für Kinder und Jugendliche, wie Matthias Groher vom Institut Neue Mobilität erläuterte. Und Groher war sich sicher: „Es gibt keinen besseren Verkäufer für die E-Mobilität als den E-Mobilisten selber.“

Organisiert wird die inzwischen zwölfte Umweltmesse von der Landshuter Umwelt GmbH. Deren Geschäftsführer, CSU-Stadtrat Rudolf Schnur, und Projektleiter Christian Guckel stellten das Programm des Elektromobilitäts-Tags vor. Stolz verkündete Schnur, dass sich die Messe inzwischen erfolgreich etabliert hat. Versuche andernorts seien teilweise schon wieder eingestellt worden.

Der Passauer Bundestagsabgeordnete Pronold würdigte den Schwerpunkt der Messe und sprach von einem großen Interesse in der Bevölkerung. Der Umweltgedanke sei nicht bei irgendwelchen „Nerds“ zu Hause, sondern inzwischen in der Mitte der Gesellschaft angekommen, wo er Arbeitsplätze und Wohlstand sichere.

Florian Pronold machte auch Werbung in eigener Sache: Die Bundesregierung stecke eineinhalb Milliarden Euro in die Erforschung der E-Mobilität. Der Politiker räumte aber auch ein, dass diese Art der Fortbewegung für Menschen mit normalem Geldbeutel immer noch „ein Stück zu teuer“ sei. Wichtig sei, dass die öffentliche Hand in Sachen E-Mobilität mit gutem Beispiel vorangehe. Das gelte für Ministerien genauso wie für Städte und Gemeinden. Auf die Frage, weshalb Deutschland bei der E-Mobilität noch hinterherhinke, antwortete Pronold der LZ mit der Industrie. Dort habe man sich mit Investitionen zurückgehalten, weil lange unklar gewesen sei, wohin die Reise gehen solle. Die von der Bundesregierung aufgelegte Kaufprämie verteidigte er. Das Treffen gestern stand – wenn auch nicht offiziell – im Zeichen der Großen Koalition. Denn auch Florian Oßner, der für die CSU im Verkehrsausschuss des Bundestags sitzt, war zur Pressekonferenz erschienen und machte sich für die E-Mobiliät stark.

Zum Gruppenfoto lud Stadtwerkechef Armin Bardelle. Zuvor sagte er, dass die Werke in Landshut für den Publikumsverkehr derzeit sechs Ladesäulen betreiben, angesichts des steigenden Bedarfs an elektrischer Energie reiche dies aber bei weitem nicht aus. Dem Staatssekretär gab Bardelle augenzwinkernd außerdem diese Anregung mit nach Berlin: „Beim ÖPNV könnte man dort auch über mehr E-Mobilität nachdenken.“

Homepage Ruth Müller