SPD Adlkofen

Eine Handvoll Forderungen

Veröffentlicht am 03.05.2019 in Allgemein

Dass die Energieversorgung auch nach dem Abschalten von ISAR II sichergestellt werden muss, stehe für die Bürgerinnen und Bürger von Essenbach nicht infrage, machte Bürgermeister Dieter Neubauer beim Arbeitsgespräch mit der Landshuter Landtagsabgeordneten Ruth Müller deutlich. Gemeinsam mit den Fraktionsvorsitzenden Martin Hujber (SPD), Dr. Hans Schraml (FW) und Renate Hanglberger (ödp) wurden die offenen Fragen rund um die TENNET-Informationspolitik diskutiert. „Transparenz sieht anders aus“, machte Renate Hanglberger ihrem Ärger über die unterschiedlichen Kommunikationswege Luft. „Anstatt die Bundestags- und Landtagsabgeordneten in eigenen Besprechungen zu informieren, wäre es sinnvoller gewesen, dazu auch die Kommunalpolitiker einzuladen“, so Martin Hujber.

Für die weiteren Planungen in den betroffenen Gemeinden Essenbach und Niederaichbach müsse nun die Politik den Ton angeben und nicht den Interessen der Wirtschaft vorrangig gefolgt werden, forderte Dr. Schraml. Verunsichert sei man auch deshalb, weil auf einmal von der Verlegung zusätzlicher Leerrohre gesprochen werde. Hier vermute man, dass aus dem bisherigen Konverterstandort mit zwei Gigawatt Leistung ein zusätzlicher Konverterstandort mit dann insgesamt vier Gigagwatt Leistung in der Region Platz finden müsse. „Bedenkt man, dass für einen Standort eine Fläche von rund acht Hektar benötigt wird, müsse man das auch unter dem Aspekt der Flächenversiegelung kritisch betrachten“, äußerte Bürgermeister Neubauer seine Bedenken. Zumal es keinen Sinn mache, die gesamte Strommenge dann von Niederaichbach aus weiter in Bayern zu verteilen.

Die SPD-Landtagsabgeordnete empfahl den Essenbacher Kommunalpolitikern, mit klaren Vorgaben - am besten abgestimmt mit der Nachbarkommune Niederaichbach - an den Stromversorger heranzugehen. „Geschlossenheit ist hier das Gebot der Stunde, um eine Verhandlungsoption zu haben“, so Müller.

Im Gespräch entwickelten sich dann fünf Kernforderungen, die eine Verlegung im Pflugverfahren vorsieht, eine Bekanntgabe des Gesamtkonzepts zur Weiterleitung des Stroms fordert, den Standort am KKI – innerhalb der heutigen Umschließungsstraße - favorisiert und keine Leerrohre für einen zweiten Konverter in die Region Landshut beinhaltet. „Hier muss vorher abgezweigt werden, um beispielsweise für die Region München-Ingolstadt eine dezentrale Versorgung zu gewährleisten“, so Gemeinderat Martin Hujber. „Außerdem soll die sogenannte ´Bürgermeistertrasse´ realisiert werden, denn wir in der Region wissen selbst am besten, wo Platz ist und wo nicht“, forderte Bürgermeister Dieter Neubauer.

Im nächsten Schritt soll nun – im Einvernehmen mit der Gemeinde Niederaichbach - eine gemeinsame Besprechung mit Wirtschaftsminister Peter Altmeier und den Bundes- und Landespolitikern mit den Kommunalpolitikern stattfinden, um den Forderungen Nachdruck zu verleihen.

Homepage Ruth Müller