SPD Adlkofen

Ein Vierteljahrhundert im Ort verwurzelt

Veröffentlicht am 18.05.2017 in Wahlkreis

25 Jahre Rettungswache: Malteser feierten ihr Jubiläum mit zahlreichen Ehrengästen und Besuchern

Niederaichbach. Nach der Gründung der Malteser-Ortsgruppe im Jahr 1971 war der Rettungswagen bis vor 25 Jahren in verschiedenen dezentralen Garagen untergebracht, die dazugehörigen Gerätschaften und der Stützpunkt in einem Bürocontainer neben dem Feuerwehrhaus. Doch dann erbaute die Gemeinde das Mehrzweckgebäude an der Kraftwerkstraße, in dem auch eine moderne Rettungswache der Malteser untergebracht war. Nun wurde am Wochenende das „25-Jährige“ groß gefeiert.

 

Das Mehrzweckgebäude bot der aktiven Gliederung auch die Möglichkeit, sich zu entwickeln und zu einer der bestausgebildeten und -ausgestatteten Hilfsorganisationen im Landkreis zu werden. Niederaichbach ist die Rettungswache des Landkreises Landshut mit den meisten Einsätzen 2016 und gehört mit 49 Mitarbeitern auch zu einer der größten im Bereich. Den Bezug der Rettungswache vor nunmehr gut 25 Jahren nahmen die Malteser zum Anlass, die Bevölkerung zu einer Jubiläumsfeier mit einem „Tag der offenen Rettungswache“ einzuladen. Auch stand ein Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Josef auf der Tagesordnung, den Pfarrer Hermann Höllmüller feierlich zelebrierte. Nach dem Gottesdienst boten die Malteser am Mehrzweckgebäude ein tolles Programm. Nach der Begrüßung durch den Ortsbeauftragten ließ es sich Florian Rott, Leiter des Rettungsdienstes für die Gliederung in Niederaichbach sowie der Außenstellen in Bayerbach/Ergoldsbach und Velden, betonte: „Durch verschiedenste Herausforderungen wie dem Wegfall der Wehrpflicht, der Überalterung und Urbanisierung, dem Rückgang im sozialen Ehrenamt, aber auch der Flüchtlingskrise, Natur- und Umweltkatastrophen, dem Fachkräftemangel, der veränderte Sicherheits- und Bedrohungslage und nicht zuletzt dem Sparzwang im Sozialsystem wird es für uns immer schwieriger, unseren Dienst in der Weise zu tun, wie es für uns als Malteser geboten ist. Dennoch bleiben wir unserem Motto treu: Hilfe für alle Bedürftigen.“ Auch Landtagsabgeordnete Ruth Müller war gekommen, um den Maltesern zu ihrem Jubiläum zu gratulieren. Als besonderes Anliegen bezeichnete sie die Unterstützung des Kinder- und Jugendhospizdienstes der Malteser Landshut, dessen Schirmherrin sie ist. Bürgermeister Josef Klaus zeigte sich enorm stolz auf die Malteser: „Ihr seid aus unserem dörfliche Leben nicht mehr wegzudenken. Durch ständige Aus- und Weiterbildung und der damit verbundenen Fachkompetenz, durch vorbildliche Nachwuchsarbeit, durch Bürgernähe und soziales Engagement wurde erreicht, dass der MHD eine große Akzeptanz in der Bevölkerung erfährt.“ Stellvertretender Landrat Fritz Wittmann betonte, dass die Rettungswache der Malteser in Niederaichbach im Gesamtsystem der Wohlfahrtspflege und des Rettungswesens längst unverzichtbar geworden sei. „Tätige Nächstenliebe – unter dieser Prämisse steht Ihr Wirken, Sie verstehen den christlichen Glauben als Aufforderung, tätig zu werden für andere“, so Wittmann. Iris Mages, Bezirksgeschäftsführerin Regensburg der Malteser Rettungsdienst GmbH, freute sich, „dass in Niederaichbach das Haupt- und Ehrenamt so gut ineinander greifen.“ Volker Andorfer, Kreisbereitschaftsleiter des BRK-Kreisverbandes, bedankte sich für die perfekt funktionierende Zusammenarbeit zwischen den beiden Hilfsdiensten, die er in langer freundschaftlicher Tradition verbunden sah: „Wichtig ist, dass die Hilfe zu den Menschen kommt, egal ob mit einem Weißen oder Roten Kreuz.“ Im Anschluss an die zahlreichen Dankesworte stand ein umfangreiches Rahmenprogramm zur Verfügung. Höhepunkt war die Schauübung am Vorplatz, bei der ein Verkehrsunfall mit einer unter einem Auto eingeklemmten Person simuliert wurde. In perfekter Zusammenarbeit mit der Feuerwehr wurde dabei der Verunglückte ärztlich versorgt und gleichzeitig das Fahrzeug mit Luftkissen angehoben. So konnte das Opfer absolut schonend unter dem Auto geborgen und in den Rettungswagen gebracht werden. Daneben konnten sich die Besucher einen Einblick in die aktuellen Tätigkeitsfelder der Malteser und in die Entwicklung der Rettungswache Niederaichbach bilden. Bei der Fahrzeugschau von Katastrophenschutz und Rettungsdienst konnten die verschiedenen Fahrzeuge bis hin zum Einsatzmotorrad genauestens begutachtet werden, ebenso wie ein Behandlungszelt für Patienten im Großschadensfall. Und auch für die jüngeren Besucher war mit einer Hüpfburg, der Kinderbetreuung, einer Tombola und einem Bastel- und Malpavillon einiges geboten. -go-

Text: Landshuter Zeitung, 18. Mai 2017

Homepage Ruth Müller