SPD Adlkofen

Ein starkes Plädoyer für Demokratie und Miteinander

Veröffentlicht am 20.09.2025 in Allgemein

Dr. Nasser Ahmed stellt zusammen mit Ruth Müller, MdL sein neues Buch vor

„Dieses Buch ist nicht nur eine Familiengeschichte, es ist auch eine Liebeserklärung an Nürnberg und an Deutschland“, betonte Dr. Nasser Ahmed bei seiner Lesung in der Gemeindebücherei Ergolding. Rund 70 Gäste folgten aufmerksam den Schilderungen des SPD-Politikers. Er erzählt in seinem Buch „Und dennoch stehe ich hier“ von den Erfahrungen seiner aus Eritrea stammenden Eltern, seinem Aufwachsen in Nürnberg und seinem politischen Weg.

Eingeladen hatte den SPD-Politiker aus Nürnberg die Pfeffenhausener Landtagsabgeordnete Ruth Müller. Und man konnte das gute Miteinander von Generalsekretärin und Stellvertreter bei dem Talk und der Lesung an dem Abend in der Ergoldinger Bücherei durchaus spüren. Sabine Buchta, Geschäftsführerin des Evangelischen Bildungswerks Landshut (ebw), freute sich über das Interesse an der Lesung und dankte der Leiterin der Gemeindebücherei Ergolding, Martina Leßmann für die Organisation.

Die Idee zu diesem Buch sei dem 36jährigen im letzten Jahr gekommen, erzählte Ahmed eingangs und erinnerte an die Remigrations-Enthüllungen bei der Potsdamer Konferenz oder an die Vorfälle auf Sylt, bei denen ausländerfeindliche Parolen gesungen wurden. „Dem müssen wir etwas entgegensetzen“, so Ahmed. Gerade Millionen von Menschen mit Migrationshintergrund hätten entscheidend zum Erfolg Deutschlands als Wirtschafts- und Friedensland beigetragen. Anhand der Geschichte seines Vaters – der als 14-jähriger Hirtenjunge nach Ägypten fliehen musste, dort aber die Chance auf Bildung erhielt – machte Ahmed deutlich: „Nur über Bildung ist gesellschaftliche Teilhabe möglich.“

Auch kleine Gesten und Unterstützung im Alltag seien entscheidend, betonte er. So schilderte er die Rolle von „Tante Karin“, einer Nachbarin, die ihn als Kind förderte und seine Familie im Schulalltag unterstützte. Als Anekdote las Ahmed dazu passend die Passage, wie er als Grundschulkind bei der Frage, wer ein deutsches Volkslied kenne, vor der ganzen Klasse „Ein Männlein steht im Walde“ gesungen habe. Er wünsche sich für jeden jungen Menschen helfende Hände und ein unterstützendes Umfeld, so Ahmed. „Es braucht ein ganzes Dorf, damit Kinder ihren Weg gehen können“, ergänzte Ruth Müller, die die Moderation der Lesung übernahm.

In der anschließenden Diskussion mit dem Publikum ging es um den Umgang mit Hate Speech, die Untiefen der sozialen Netzwerke und wie diese durch dubiose Geldflüsse aus dem Ausland unsere Demokratie gefährden. Zum Abschluss bedankte sich Ruth Müller bei Nasser Ahmed für sein Kommen, bei den Gästen, dem ebw und der Bücherei:
„Solche Veranstaltungen zeigen, wie wichtig Bildungseinrichtungen wie Büchereien und das Evangelische Bildungswerk für unsere Gesellschaft sind. Sie schaffen Orte der Begegnung, an denen Austausch und politische Bildung möglich werden.“

Homepage Ruth Müller