SPD Adlkofen

Die Sonne schickt uns keine Rechnung

Veröffentlicht am 13.03.2013 in Umwelt

Die beiden Kreisvorsitzenden aus Landshut und Dingolfing, Ruth Müller und Dr. Bernd Vilsmeier mit SPD-Mitgliedern

SPD-Kreisvorsitzende aus Landshut und Dingolfing bei der Mahnwache in Niederaichbach

Zum Gedenken an den zweiten Jahrestag der Erdbebeben- und Tsunamikatastrophe und dem dadurch verursachten mehrfachen Atom-GAU mit Kernschmelzen in den Atomkraftwerken von Fukushima trafen sich wieder mehrere hundert Bürgerinnen und Bürger zur Mahnwache vor den Atomkraft-werken Isar 1 und 2 bei Niederaichbach. Wie schon bei den Mahnwachen zur Abschaltung des Atomkraftwerks Isar 1 seit dem Sommer
2010 waren auch die SPD-Kreisverbände Dingolfing-Landau und Landshut wieder aktiv mit dabei.

Die SPD-Kreisvorsitzenden Ruth Müller aus Landshut und Dr. Bernd Vilsmeier aus Dingolfing-Landau zusammen mit vielen Vertretern der SPD-Ortsvereine aus beiden Landkreisen fordern die schwarz-gelben Regierungen in Berlin und München auf, endlich die vollmundig angekündigte Energiewende praktisch umzusetzen. Außer vielen schönen Sprüchen ist da bisher noch nicht viel gekommen, so Bernd Vilsmeier. In Berlin blockieren sich Umweltminister und Wirtschaftsminister erst gegenseitig, und um dann den Ausbau der Solarenergie schlagartig abzuwürgen. Aber nicht nur in Berlin, sondern auch in München geht es mit der Energiewende nicht so richtig vorwärts, kritisiert Dr. Vilsmeier, anscheinend steht Schwarz-Gelb nur halbherzig hinter dem von der Kanzlerin nach dem Fukushima-Schock verkündigten Atomausstieg.

Derzeit regiert eher die Panikmache vor steigenden Strompreisen. Mit dreisten Behauptungen, dass die erneuerbaren Energien den Strompreis treiben. Dabei war es CDU/CSU und FDP, die immer mehr Großverbraucher von der Erneuerbare-Energien(EEG)-Umlage und den Netzkosten befreiten, und im Gegenzug die Kosten allein auf die Haushalte zu verlagern. Diese Ungerechtigkeit beschäftigt sogar schon die Gerichte. Und die Energiekonzerne geben den durch die erneuerbaren Energien gesunke-nen Strompreis an der Leipziger Börse nicht an die Verbraucher weiter.

Auch kann keine Rede davon sein, dass wegen der erneuerbaren Energien die Lichte ausgehen. Ganz im Gegenteil, die Stromexporte Deutschlands erreichten 2012 den Rekordwert von 23 Terawattstunden (TWh). Und mit Stromimporten kaufen sich die Stromkonzerne mit billigerem Strom aus dem Ausland ein, und lassen dafür schon mal die eigenen Kraftwerke still stehen. Hier geht es nur um Profitmaximierung, aber nicht um eine nachhaltige und ressourcenschonende Energieversorgung, so Vilsmeier.
Deshalb müssen die Kosten der Energiewende gleichmäßiger auf alle verteilt werden, statt wenig übermäßig zu bevorzugen. Denn, so Ruth Müller und Dr. Bernd Vilsmeier, im Gegensatz zu den Lieferanten von Öl, Kohle, Gas und Uran schickt uns die Sonne keine Rechnung!

Homepage Ruth Müller