SPD Adlkofen

Die Bienen sind längst noch nicht gerettet

Veröffentlicht am 03.12.2019 in Allgemein

Bienenschutz in allen Facetten bestimmte den niederbayerischen Imker-Empfang

 

Landkreis. Seit dem erfolgreichen Volksbegehren „Rettet die Bienen“ hat Bayerns Bevölkerung ein geschärftes Bewusstsein für gefährdete Lebensräume entwickelt – mit diesem Resümee hat die Landtagsabgeordnete Ruth Müller beim zweiten niederbayerischen Imker-Empfang der SPD-Landtagsfraktion insbesondere den Einsatz um diese für Natur, Umwelt und Menschen unentbehrlichen Wild- und Honigbienen hervorgehoben.

Über den guten Besuch im Altdorfer Bürgersaal am Freitag freute sich Ruth Müller. Dabei hieß sie für die knapp 600 in Stadt und Landkreis Landshut ansässigen Imker, namentlich den Vorsitzenden Bartholomäus Frey vom Landshuter Imker-Verein und den Kreisvorsitzenden Albert Maier, willkommen. Im Verlauf dieser Veranstaltung warnte dieser auch vor eingeschleppten „asiatischen Hornissen“, die zu einer großen Gefahr für heimische Bienenvölker und Menschen werden könnten. Für den gastgebenden Altdorfer SPD-Ortsverein sprach Marktgemeinderat Hans Seidl, der zunächst den Imkern für ihrem Einsatz für Bienen, Natur und Umwelt dankte. An diese gewandt, erinnerte der Kommunalpolitiker daran, dass auch die Bauhöfe und alle Haus- und Hobby-Gärtner ganzjährig in der Pflicht stehen würden, mehr für eine blühende Pracht und die Artenvielfalt zu sorgen. Die bayerische Honigkönigin Katharina Gegg aus Neuburg stellte in ihrem Grußwort fest: „Was der Wildbiene gut tut, davon profitiert auch die Honigbiene“. Deshalb sieht die Honigkönigin einen Erfahrungsaustausch der Experten und eine hervorragende Fortbildungsarbeit als zwingend geboten. Politiker zu träge beim Schutz der Bienen Kritisch äußerte sich der Landshuter Imker-Vorsitzende Bartholomäus Frey. Er hielt der Politik vor, in ihrem Bemühen um Schutz der gefährdeten Bienen zu langatmig zu sein. Wegen erkennbarer Gefährdungs-Veränderungen für Bienen muss, so der Vorsitzende, mehr Geld bereitgestellt werden, um Forschungsdefizite abbauen zu können. Und schließlich stellte Bartholomäus Frey noch fest, dass angesichts des Klimawandels die Imkerei nicht mehr mit der vor 30 Jahren vergleichbar sei. Der SPD-Fraktionsvorsitzende im Bayerischen Landtag, Horst Arnold, appellierte an alle einschlägigen Verbände, sich zusammenzuschließen, weil damit mehr Durchsetzungsmöglichkeiten eröffnet werden. Weiter mahnte er dazu, den nachhaltigen und sozialen Artenschutz in Bayern auszubauen. Das vom bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder unterbreitete „Versöhnungs-Gesetz“ müsse deutlich nachgebessert werden, forderte der Fraktionsvorsitzende eindringlich. „Der größte Erfolg des Volksbegehrens ist, dass sich die Verbraucher sowie Haus- und Gartenbesitzer auch Gedanken darüber machen, wie wir konsumieren, verbrauchen und mit unseren Ressourcen umgehen“, bekräftigte die Landtagsabgeordnete Ruth Müller. Und als „imkereipolitische Sprecherin“ der SPD-Landtagsfraktion sieht sie einen Zusammenhang vom Schutz der Honigbiene mit dem Schutz der Wildbienen und Insekten. Nach Schilderung der Politikerin nehme die Zahl der Imker bayernweit zu. Deshalb wolle die SPD mit ihrem zweiten niederbayerischen Imker-Empfang „Niederbayern summt“ ihre Wertschätzung für die Arbeit der vielen Imker ausdrücken und den Dialog mit ihnen ausweiten. Wie umfangreich die Forschungen am „Institut für Bienenkunde und Imkerei“ in Veitshöchheim sind, machte dessen Leiter, Dr. Stefan Berg in seinem Vortrag deutlich. So schilderte er beispielsweise das „Bee-Warned-Monitoring“, das bayernweit ein Frühwarnsystem für Bienenschädlinge, kleine Beutekäfer (Aethina tumida) und der „asiatischen Hornisse“ ( Vespa velutina) darstellt und die Vorgehensweise beim Auftreten der amerikanischen Faulbrut aufzeigt.

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