Straubing muss noch auf Barrierefreiheit warten
Bahngespräch von MdL Ruth Müller im Landtag zu Straubinger Themen - Kostenlose Fahrradmitnahme in Zügen nicht gewollt
Anlässlich des im Maximilianeum regelmäßig angesetzten Forums „Dialog Deutsche Bahn AG – Bayerischer Landtag“ konnte sich die Abgeordnete Ruth Müller in der letzten Sitzungswoche zum aktuellen Stand der Ausbaupläne für den Bahnhof Straubing informieren. Auch der barrierefreie Ausbau des Knotenpunktes Neufahrn und der Halb- Stunden- Takt auf der Gäubodenbahn sowie die kostenlose Fahrradmitnahme in Zügen wurden angesprochen. Beim Ortstermin am Montag informierte Ruth Müller, MdL den Stadtverbandsvorsitzenden und Stadtrat Peter Stranninger über die Ergebnisse.
Auf die Frage, wie weit die Planungen und Vorarbeiten für den barrierefreien Ausbau des Bahnhofs Straubing gediehen seien und wie der aktuelle Terminplan aussehe, konnte Ruth Müller folgendes aus der Antwort der DB AG berichten: Für den barrierefreien Ausbau des Bahnhofs sei die EU- Ausschreibung für die Planungsphase (Leistungsphase 1 bis 4) bereits gelaufen. „Man befinde sich voll im Zeitplan. Demnach wird die Planung und Genehmigung in den Jahren 2014/2015 erfolgen. Der Bau des Bahnhofs kann dann ab 2016 erfolgen (unter der Voraussetzung, dass man alle Sperrpausen bekommen). Im Jahr 2018 könne dann die Fertigstellung erfolgen“, erläuterte Klaus- Dieter Josel, Bevollmächtiger der DB AG für Bayern. Bei der Bahnhofsentwicklung und - modernisierung in Bayern stehe der barrierefreie Ausbau im Vordergrund. Eine neue Vereinbarung mit dem Freistaat Bayern sehe vor, dass DB Station&Service 24 Bahnhöfe für 60 Millionen Euro bis 2018 barrierefrei ausbaut, darunter auch den Bahnhof Straubing, so Josel weiter.
Kostenlose Fahrradmitnahme in Zügen nicht gewollt
Ein weiteres Themenfeld der Aussprache war die kostenlose Fahrradmitnahme in Zügen. „Ein ineffektiven Wirrwarr von Vergünstigungen oder Nicht- Vergünstigen macht das Angebot für Touristen und Pendler total unüberschaubar und hält sie von dieser Art der Fortbewegung ab“, stellte Ruth Müller für den regionalen Bereich fest und fragte: „Welche Vorgaben Seitens der Staatsregierung seien nötig, um bei der Neuvergabe für Dienstleistungen im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) durch die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) die kostenfreie Mitnahme von Fahrrädern in den Anforderungskatalog aufzunehmen und somit dem Wettbewerb zu unterwerfen?“ Klaus Dieter Josel musste der Abgeordneten leider mitteilen, dass derzeit nicht geplant sei, die kostenlose Fahrradmitnahme auf Bayernebene einheitlich einzuführen. „Zur Zeit gibt es die Möglichkeit, für 5 Euro am Tag das Fahrrad mitzunehmen“, erklärte Josel. „Das Vorgehen der Südostbayernbahn, die eine kostenfreie Regelung mit einigen Landkreisen organisiert hat, ist bayernweit nicht möglich, weil die BEG derzeit keine bayernweite Lösung anstrebt!“
„Gerade für unsere touristisch interessante Region des Gäubodens und der Donau wäre eine Fahrradmitnahme interessant. Sowohl auf der Strecke Regensburg- Passau als auch auf der Gäubodenbahn Bogen- Neufahrn würde ein solches Angebot die Radfahrer begeistern – nichts ist langweiliger, als eine bereits gefahrene Strecke mühsam zurück zu radeln“, so Peter Stranninger. „Da fahr ich doch lieber die doppelte Strecke unseren schönen Flüssen entlang und setz mich nachher für die Rückfahrt gerne in den Zug. Das wäre bürgernah und eine erstklassige Werbung für die Bahn!“
Ruth Müller, MdL (re) und Stadtrat Peter Stranninger beim Ortstermin am Straubinger Bahnhof