Gedankenaustausch zwischen Kriminaloberrat Werner Mendler und MdL Ruth Müller
"Unsere Region zählt zu den Boomregionen Niederbayerns", so Kriminaloberrat Werner Mendler beim Gespräch mit MdL Ruth Müller in ihrem Bürgerbüro. Leider werde dies nicht bei der Personalmehrungen berücksichtigt. Derzeit gebe es für die Landshuter Kriminalpolizei 9,3% anerkannte Fehlstellen.
Mendler, der für die Region Kelheim, Landshut und Dingolfing zuständig ist, hat von den 1000 neuen Polizeisollstellen, die auf ganz Bayern verteilt wurden, lediglich zwei bekommen. Angesichts der zunehmenden Arbeitsbelastung, die beispielsweise durch Cyberkriminalität entstehen, könne damit der Mehrbedarf gar nicht gedeckt werden. Hinzu komme gerade bei dieser Sparte, dass externe EDV-Fachkräfte gefordert seien, für die aber der öffentliche Dienst, mit einer niedrigen Eingruppierung im Tarifbereich nicht wirklich attraktiv sei.
Überrascht zeigte sich die Abgeordnete, dass der G8-Gipfel, der im Juni 2015 in Oberbayern stattfinden wird, auch zu längeren Personaldefiziten bei der Landshuter Kriminalpolizei führen wird. Rund 20.000 Polizisten werden bei diesem Ereignis im Einsatz sein, davon werden wohl auch einige aus Landshut für fast ein Jahr für die Arbeit vor Ort nicht verfügbar sein.
Einen Wunsch gab Werner Mendler der Abgeordneten Ruth Müller noch mit auf den Weg. Das kriminaltechnische Labor in Landshut muss umgebaut werden, die Planung dafür wurde bereits im Frühjahr an das Ministerium weitergereicht. "Um eine qualitätsorientierte Zusammenarbeit mit dem zertifizierten Landeskriminalamt zu gewährleisten und schnelle Ergebnisse für die weiteren Ermittlungen zu bekommen, benötigen wir eine schnelle Bewilligung". MdL Ruth Müller versprach, hier nachzufassen, um die beantragten 500.000 Euro möglichst zügig der niederbayerischen Dienststelle zur Verfügung zu stellen.