
Wahlkampfabschlussveranstaltung der SPD: Angelika Wimmer stellt erneut ihre Ziele vor
Rottenburg. Etwas mehr Besucher hätte sich die SPD-Bürgermeisterkandidatin Angelika Wimmer am Samstagabend im Bürgersaal schon gewünscht, als die Stadtrats- und Kreistagskandidaten des SPD-Ortsvereins noch einmal ihre Ziele vorstellten. Auch die SPD-Landratskandidatin Ruth Müller kam nach einer Veranstaltung in Ergoldsbach noch einmal nach Rottenburg. Von Marianne Schmid Stadt- und Kreistagskandidat Peter Bauer bezeichnete Angelika Wimmer als „eine Frau mit hoher sozialer Kompetenz“. Sie ist seit 2014 im Stadtrat, ihre Arbeit habe sie stets ernst genommen, nach bestem Wissen und Gewissen entschieden und sie sei zu ihrer Meinung gestanden. „Ich kann es aushalten, ganz alleine mit meiner Meinung zu sein“, sagte Wimmer. Seit 2016 ist sie auch im Bündnis „Mehr Frauen in die Kommunalpolitik“. Es ist ihr wichtig, dass sich Frauen etwas trauen. Die SPD-Bürgermeisterkandidatin steht zur Tradition aber auch zur Moderne. Sie wünscht sich eine gute Zusammenarbeit in den Fraktionen und möchte sich mit Herz, Leidenschaft und Verstand für die Belange der Stadt Rottenburg und des Landkreises einsetzen. Gute Rahmenbedingungen für Familien mit Kindern Wimmer setzt sich für die Familien ein, das bedeute für sie, ausreichend Kindergärten- und Krippenplätze. Mit den Öffnungs- und Schließzeiten ist sie noch nicht zufrieden. Diese müssten mit Verfügbarkeit über 17 Uhr hinaus mehr an die Bedürfnisse angepasst werden. Der Anbau an die Grund- und Mittelschule sollte mit Bedacht erfolgen, da dürfte nicht gespart werden.
Bei zwei Standorten mit der Möglichkeit für den mittleren Schulabschluss und zwei Realschulen wünscht sie sich vor Ort eine Fachoberschule. Für die Jugend stellt sie sich ein Jugendparlament vor, damit Kinder und Jugendliche lernen, wie Demokratie und die Arbeit im Stadtrat funktioniert. Ein Seniorenbeirat könnte selbst die Wünsche erarbeiten, für die nicht mehr so fitten Senioren werde sie sich für eine Tagespflege in Rottenburg einsetzen. Als Mitglied im Tourismusverband Hallertau möchte sie den sanften Tourismus mit Wohnmobilstellplätzen nach Rottenburg holen. Ein ganz wichtiges Thema sei bezahlbarer Wohnraum für Bedürftige, hier sei die Stadt gefragt, Gebäude zu einem vernünftigen Preis zu vermieten. Das „schnelle Internet“ und das Mobilfunknetz gehöre in jedes Dorf und in jeden Weiler. Wichtig sind ihr Arbeitsplätze vor Ort. Die SPD-Kandidatin möchte auch, dass die Handwerksbetriebe nicht aussterben, dass die Wirtshäuser bestehen bleiben und dass Möglichkeit für Home-Office besteht. Konzerte, Kunst und Kultur würde oft „hinten hinunter“ fallen. Vorstellen kann sie sich eine Städtepartnerschaft. Kein Keil zwischen Bio- und konventionellen Betrieben Wichtig ist für sie die Stärkung des Ehrenamtes und der Vereine. In der Landwirtschaft will sie keinen Keil zwischen Bio- und konventionellen Betrieben treiben, wichtig seien regional erzeugte Lebensmittel. Das Ärztehaus sollte ihrer Meinung nach nicht verkauft werden. Wichtig sei eine haus- und fachärztliche Versorgung. Den Bürgerbus möchte die SPD-Politikerin einführen, momentan würde eine 80-prozentige Förderung dafür sprechen. Auch die Kandidaten für den Stadtrat und den Kreistag stellten sich persönlich und ihre Ziele vor. Wimmer dankte den Kandidaten für ihre Bereitschaft, sich kommunalpolitisch einzubringen. In ihrem Beitrag zur Kreistags- und Landratswahl ging Landratskandidatin Ruth Müller auf einige Punkte ihres Wahlprogramms ein. Ein besonderes Anliegen sei ihr der Erhalt der flächendeckenden medizinischen Gesundheitsversorgung.