Politiker zu Besuch in der Gläsernen Scheune - Einsatz für die Waldbahn gefordert
Viechtach. (red) Auf die Spuren der Glaskunst haben sich kürzlich die niederbayerischen SPD-Landtagsabgeordneten Ruth Müller und Christian Flisek sowie die Parlamentarische Staatssekretärin und
Bundestagsabgeordnete Rita Hagl-Kehl begeben. Im Rahmen ihrer Sommertour besuchten sie die Gläserne
Scheune der Künstlerfamilie Schmid und Thöner in Viechtach. Dabei führten sie vor Ort Gespräche
über die Herausforderungen des regionalen Tourismus in Zeiten von Corona. Die mitgenommenen Impulse
und Informationen sollen dann mit in die parlamentarische Arbeit auf Landes- und Bundesebene
einfließen. Durch die eindrucksvollen Erzählungen des Glasmalkünstlers Rudolf Schmid tauchten die niederbayerischen SPD-Abgeordneten in die Welt der Künstlerfamilie ein, deren Werke jährlich zahlreiche Besucher aus der ganzen Welt nach Viechtach locken.
Glasmalerin und Schriftstellerin
Die Tochter des Glasmalkünstlers, Barbara E. S. Thöner, führte die Gruppe höchstpersönlich durch die Gläserne Scheune. Neben den bemalten Glaskunstwerken zeigte die gelernte Glasmalerin ihre selbst
kreierten Schmuckstücke aus Meerglas. Einige ihrer Kunstwerke sind derzeit in der 51. Viechtacher Ausstellung zu sehen. Neben ihrer Leidenschaft zur Glaskunst hat sich die Künstlerin mittlerweile durch
ihre herausgebrachten Bücher ein zweites Standbein geschaffen.
Die MdB Hagl-Kehl deckte sich mit ein paar der Schriftwerke ein, die sie ihren Kindern schenken möchte. Die multimedial aufbereitete Geschichte des Propheten Mühlhiasl galt als eines der vielen Highlights der Rundführung. Marketingleiterin Monika Häuslmeier hatte zum Schluss des Besuchs noch eine Bitte an die politischen Mandatsträger: Sie forderte den weiteren Einsatz für die Waldbahn zur Umwandlung vom Probezum Dauerbetrieb, die für den Ort sowie die gesamte Region immens wichtig sei. Das 1000er Kriterium könne dabei nicht ausschlaggebend sein.
Dem schlossen sich die Abgeordneten an. Dafür sei es notwendig, politische Mehrheiten zu bilden, so
Flisek. Das 1000er-Kriterium hält der Landtagsabgeordnete aus Passau für ein Relikt aus dem letzten
Jahrhundert, das seinerzeit für ganz andere Maßnahmen festgelegt worden sei. Hagl-Kehl sicherte ihre Unterstützung für den Erhalt der Bahnlinie zwischen Viechtach und Gotteszell zu und gab an, bereits
einmal erfolgreich für die Reaktivierung einer Bahnstrecke - die Ilztalbahn - gekämpft zu haben.
Für eine leistungsfähige Infrastruktur
Für SPD-Stadtratsmitglied Dennis Schötz ist die Förderung einer leistungsfähigen Infrastruktur unverzichtbar. Dabei sei auch der Personenverkehr auf der Bahnstrecke
Gotteszell-Viechtach ein zentraler Baustein für eine ökologische, tourismusfördernde und zukunftsorientierte Mobilität. Am Ende wurden die politischen Gäste zur 6. Biennale der Phantastischen
Kunst mit der internationalen Künstlergruppe Libellule, die ab Mitte September stattfinden wird, eingeladen.
Text: Viechtacher Anzeiger, Bild: Monika Häuslmeier