
SPD-Generalsekretärin MdL Ruth Müller zu „imkereipolitischem Fachgespräch“ in Erbendorf.

SPD-Generalsekretärin MdL Ruth Müller zu „imkereipolitischem Fachgespräch“ in Erbendorf.
Auf Einladung von Landtagskandidat Karl Georg Haubelt war Generalsekretärin Ruth Müller, MdL in Erbendorf für ein „imkereipolitisches Fachgespräch“ zu Gast. Vorsitzender Klaus Schmidt berichtete, dass es den Imkervereins Erbendorf seit 1865 gibt. Inzwischen sei er auf 100 Mitglieder angewachsen, darunter 22 Frauen. 72 Bienenzüchter betreuen seines Wissens nach 427 Völker. Nicht alle der 13 Imkervereine im Landkreis Tirschenreuth stünden so gut da. Der Verein verfüge über einen eigenen Lehrstand.
Nach Rind und Schwein stehe die Honigbiene auf Platz drei der Nutztiere, berichtete Schmidt. Bienen seinen allein in Deutschland für eine jährliche Bestäubungsleistung im Wert von 80 Milliarden Euro verantwortlich. Schmidt adressierte an Müller die Forderung nach einer Bestäubungsprämie. 50 Euro pro Volk sollte ein Imker seiner Meinung nach erhalten, wenn er seine Völker zum Bespiel in der Nähe von Rapsfeldern aufstellt. Für den Verlust von Bienen infolge des Einsatzes von chemischen Insektiziden und Herbiziden forderte Schmidt ebenfalls eine Unterstützung durch Subventionen, wie sie in anderen landwirtschaftlichen Bereichen üblich seien.
Müller schlug den Bogen von den „Sünden der Vergangenheit“ (gemeint war zum Beispiel die Flurbereinigung) bis zu den heutigen Renaturierungs-Bestrebungen. Blühstreifen, blühende Feldgehölze und spätere Mahd von Wegrändern könnten kleine Impulse sein. „Ein Blühstreifen rettet nicht Welt“, sagte Müller. Aber: „Er erfreut aber die Bienen und das menschliche Auge“. Auf ihr Betreiben hin wurden auf dem Gelände des Bayerischen Landtags Bienenkästen aufgestellt, berichtete Müller
Auf Schmidts Forderung nach einer Bestäubungsprämie antwortete Müller, dass viele Imkerverbände eine überbordende Bürokratie befürchten. Sie sehe einen anderen Ansatz beim Ausbau von Forschung und Fortbildung.
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