
Sehr geehrte Frau Präsidentin,
sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,
mit unserem Antrag Drucksache 17/10431 wollen wir deutlich machen, dass uns die gesunde Ernährung unserer Schulkinder in allen Bildungseinrichtungen ein wichtiges Anliegen ist.

Sehr geehrte Frau Präsidentin,
sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,
mit unserem Antrag Drucksache 17/10431 wollen wir deutlich machen, dass uns die gesunde Ernährung unserer Schulkinder in allen Bildungseinrichtungen ein wichtiges Anliegen ist.
Vor fast zwei Jahren haben wir hier im Bayerischen Landtag am 16. Juli auf den Antrag meiner SPD-Fraktion Nr. 17/2715 hin einstimmig beschlossen, das Schulfruchtprogramm auch auf Kindertagesstätten auszuweiten. Dank unserer Initiative haben im Schuljahr 2014/2015 bereits 229.935 Kinder ab drei Jahren vom Schulfruchtprogramm profitiert!
Und obwohl sich die Kinder und Eltern der bayerischen KiTas gefreut haben, sind doch beim näheren Hinsehen Lücken aufgetaucht, die bis heute nicht geschlossen wurden:
Im ersten Spiegelstrich fordern wir hier ganz präzise, dass Kinder in allen Bildungseinrichtungen von der Krippe bis zum Gymnasium an dem neuen Förderprogramm der Europäischen Union zum Schuljahr 2017 / 2018 teilhaben können.
Denn die Unter-Drei-Jährigen können derzeit – sofern sie eine bayerische Kinderkrippe besuchen – nicht am kostenlosen Obst- und Gemüseangebot teilhaben.
Hinzu kommt, dass wir als SPD-Fraktion Wert darauf legen möchten, dass bei einer Zusammenführung der EU-Förderprogramme Schulfrucht und Schulmilch von den Schulen und KiTas regionale, saisonale und ökologisch erzeugte Produkte bevorzugt werden können.
In einer globalisierten Welt, in der wir auch mit unseren gemeinsam verfassten Entwicklungsleitlinien Verantwortung übernehmen, sollen auch fair gehandelte Produkte berücksichtigt werden.
Ernährungsbildung fängt bei den Jüngsten an und endet nicht mit dem Eintritt in die Schule – deshalb muss das Programm verstetigt werden, damit die Kinder und Jugendlichen auf den Geschmack kommen und das Erlernte ihr Leben lang umsetzen, um dauerhafte Krankheitsfolgen abzumildern.
Wir sehen auch den Bundeslandwirtschaftsminister hier eng an unserer Seite. Erst im November 2014 hat er die Meldung herausgegeben, er fände ein Schulfach „Ernährung“ sinnvoll. Zu einem qualitätsorientierten Schulfach Ernährung gehört auch unser vierter Spiegelstrich – nämlich dass zuckerhaltige Milchprodukte nicht in das Programm aufgenommen werden sollen.
Die Kindergesundheit ist uns als Abgeordnete des Bayerischen Landtags ein wichtiges Anliegen. Jedes Jahr werden Aktionen im Rahmen des Bayerischen Präventionsplans durchgeführt, sei es zur Diabetes oder zur besseren Ernährung bei Außer-Haus-Verpflegung.
Mit unserem Antrag setzen wir nicht nur auf eine einmalige pressewirksame Aktion sondern auf einen nachhaltigen Lerneffekt, der von der Schule in die Familien wirken kann. Verstärkt wird dieser Effekt auch dadurch, dass wir in unserem Antrag eine praktische Bildungseinheit vorsehen, damit die Kinder und Jugendlichen lernen, wie Nahrungsmittel gesund und schmackhaft zubereitet werden können.
Gerade die Kinder können dann bereits mit einem Grundwissen aus der KiTa in der Schule im neugeschaffenen Fach „Ernährung“ auf einer guten Basis aufbauen, sofern Ihr Bundeslandwirtschaftsminister den Worten auch Taten folgen lässt.
Mit der auf EU-Ebene beschlossenen Zusammenführung der bisher getrennten Schulprogramme für Milch, Obst und Gemüse eröffnen sich neue Handlungsspielräume. Von diesen können unsere Kinder und Jugendlichen, aber auch unsere Landwirte in Bayern profitieren. Wir können hier auch für unsere krisengeschüttelten Milchbauern und –bäuerinnen ein deutliches Zeichen setzen, dass wir sie nicht nur mit Worten sondern durchaus mit praktischen Initiativen unterstützen. Hier wäre auch für die Anbieter der „Fairen Milch“ die Möglichkeit, als regionale Anbieter am Programm teilzunehmen.
Da auch die Staatsregierung einen Optimierungsbedarf hinsichtlich der Wirkung des Schulmilchprogramms sieht, wie in der Antwort vom 22.04.2015 auf die Anfrage meines Kollegen Dr. Linus Förster vom 30.01.2015 hervorgeht, sind wir zuversichtlich, dass sich alle Abgeordneten dem Wunsch nach einer Optimierung anschließen und unser Antrag Früchte trägt.
Es gilt das gesprochene Wort!
Die SPD-Fraktion beantragte hierzu namentliche Abstimmung - das Ergebnis ist noch nicht veröffentlicht!
Homepage Ruth Müller