SPD Adlkofen

8. März: Weltfrauentag

Veröffentlicht am 11.03.2014 in Allgemein

Eine gute Ausbildung sichert die Lebensgrundlage

Diskussion zum Weltfrauentag in Pfeffenhausen

 

Zum „Frauencafé“ hatte die Landtagsabgeordnete Ruth Müller anlässlich des Weltfrauentags ins Café Gräf in Pfeffenhausen eingeladen. Trotz der frühlingshaften Temperaturen waren zahlreiche Ortsbäuerinnen erschienen, um mit der Abgeordneten, die im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten tätig ist und der Referentin, der niederbayerischen Bezirksbäuerin Maria Biermeier aus dem Landkreis Deggendorf über aktuelle Themen zu diskutieren. 

Vor über 100 Jahren wurde der Weltfrauentag eingeführt, so Müller in ihrer Begrüßung, seit 95 Jahren gibt es das Frauenwahlrecht, die Gleichberechtigung auf dem Papier seit 1949, aber beispielsweise durften Frauen vor 1977 ohne Zustimmung des Mannes nicht arbeiten gehen. Noch immer bestehe allerdings die Einkommensschere zwischen Mann und Frau, die 23% betrage. Und noch immer bleiben Frauen nach der Familienphase in der Teilzeitfalle stecken, machte Müller anhand der Zahlen aus dem Landkreis Landshut deutlich:  Mit Stichtag zum30.06.2013 arbeiteten 5.327 Frauen, aber nur 735 Männer in Teilzeit. Vollzeitbeschäftigt waren hingegen 23.160 Männer, aber nur 9.149 Frauen, was auf Dauer auch eklatante Auswirkungen auf die Rentenhöhe habe.

„Eine gute Ausbildung sei eine wichtige Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben“, machte Maria Biermeier anhand ihrer eigenen Biographie deutlich.

Sie habe im Einzelhandel eine Ausbildung gemacht und anschließend einige Jahre als Hausdame im Steigenberger Hotel in Bodenmais gearbeitet und dort gelernt, ein Haus zu führen. Die Liebe habe sie zurück in den Landkreis Deggendorf geführt und sie sei Bäuerin geworden. Nach dem Unfalltod ihres Mannes habe sie mit vier Kindern zwischen fünf und 15 Jahren den Hof und die Familie stemmen müssen. Sie habe später auch begonnen, sich im Bauernverband und in der Politik zu engagieren, um den Frauen auf dem Land eine Stimme zu geben, so Biermeier, die einen Milchviehbetrieb bewirtschaftet.

In der Diskussion mit den Frauen wurde auch deutlich, dass die politischen Rahmenbedingungen für den Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft wichtig seien. So konnte Müller berichten, dass durch die Umschichtung der Finanzmittel von der ersten in die zweite Säule nun beispielsweise eine bessere Förderung der ersten Hektar stattfinde und Junglandwirte eine höhere Förderung erhalten.

Breiten Raum nahm in der Diskussion auch die Wertschätzung gegenüber den Lebensmitteln ein. Hier müsse ein Umdenken auch bei den Verbrauchern erfolgen. Die Landesbäuerinnen hätten gefordert, „Lebenskunde“ in den Schulen zu vermitteln, berichtete Maria Biermeier. Erste Gespräche mit dem Ministerium hätten hierzu bereits stattgefunden, so Biermeier.

Ruth Müller, MdL bedankte sich am Ende des Nachmittags für die informativen Gespräche und die engagierte Rede der niederbayerischen Bezirksbäuerin. Das „Frauencafé“ zum Weltfrauentag wolle sie im nächsten Jahr wiederholen, lud sie die Anwesenden bereits für 2015 ein.

 

Foto: Die niederbayerische Bezirksbäuerin Maria Biermeier freut sich über einen Blumengruß im "Frauencafé" in Pfeffenhausen von Ruth Müller,MdL

Homepage Ruth Müller