
Hohe Wertschätzung von SPD-Politikern für Arbeit der Imker
Selbitz/Wacholderbusch. Auf Einladung des SPD-Umweltpolitiker und Baumpfleger Klaus Adelt nahm die Landshuter SPD-Abgeordnete Ruth Müller am Sommerschnittkurs in der Streuobstwiese Wacholderbusch teil. Mit dabei sind auch die Imker der Region. Zahlreiche Bienenvölker schwärmen auf dem Gelände der Streuobstwiese des Gartenbauvereins in Wacholderbusch täglich aus, um wertvollen Blütennektar zu sammeln.
Vor 26 Jahren ist die Streuobstwiese angelegt worden, erinnerte SPD-Landtagsabgeordnete Klaus Adelt und 2. Vorsitzender des Kreisverbandes der Baumpfleger an die Anfänge. "Wo Obstbäume blühen, fühlen sich auch die Bienen wohl", so Helmut Schmelz, Kreisvorsitzender der Imker Hof. In der Saison von April bis Ende September sind die Imker fast täglich bei ihren Bienen, berichtet Hans Denzler, Vorsitzender des Imkervereins Selbitz. Nun am Ende der Saison gelte es, die Bienen für die Überwinterung vorzubereiten und die Behandlung gegen die Varroa-Milbe vorzunehmen. Erfreulicherweise erlebe das Imkern gerade wieder einen Aufschwung, rund 300 Imker gebe es im Landkreis Hof. Absatzprobleme gebe es keine, so der Imker im Gespräch mit den SPD-Politikern: "Wir haben sowieso zu wenig Honig in Deutschland“, stellte Klaus Adelt fest. Umso mehr werde regionaler Honig geschätzt, da die Verbraucher auch wüssten, dass es sich um gentechnikfreie Ware handle.
Einen Wehrmutstropfen gibt es dennoch: Noch nie mussten die Imker so bald einfüttern, um Vorräte für die Bienenschwärme zum Überleben im Winter zu schaffen, weil nicht ausreichend Blüten mehr zur Verfügung stehen. „Das Stehenlassen von unscheinbaren Blütenpflanzen in Gärten und öffentlichen Grünflächen, das vermehrte Anlegen von Blühstreifen in den Feldern und das spätere Mähen von Grünflächen bei Autobahnauffahrten würden helfen“, so Kreisvorsitzender der Imker Hof Helmut Schmelz.
Dem pflichtete die Landshuter Abgeordnete Ruth Müller bei: „Das Nahrungsangebot ist für die Bienen häufig nicht ausreichend. Jeder kann aber seinen Teil dazu beitragen, das Nahrungsangebot während des Imkerjahres zu verbessern“, appellierte die Abgeordnete. Für die Landwirte gebe es zudem im Rahmen des KULAP über die zweite Säule Fördermittel für Blührahmen und die Anlage von Hecken. Außerdem habe die SPD-Landtagsfraktion einen Blühkalender erstellt, der es jedem Balkon- oder Gartenbesitzer leichtmache, Blumen oder Kräuter anzubauen, die für die Bienen wertvolle Nahrungslieferanten seien. „Unsere Honigbiene ist ein guter Gradmesser für den Zustand unserer Umwelt“, informierte die Niederbayerin aus ihrer Arbeit im Landwirtschafts-Ausschuss des Bayerischen Landtags.